FK Austria Wien - SV Ried
3:1 (2:1)
0:1 Herwig Drechsel (14. Minute)
1:1 Matthias Hattenberger (31. Minute)
2:1 Mario Bazina (45. Minute)
3:1 Joachim Standfest (54. Minute)
Zuschauer: 6.500
Schiri: Bernhard Brugger
Gelbe Karten: Hofer (57.), Lexa (73.)
Aufstellung:
Gebauer; Ulmer, Glasner, Stocklasa, Brenner (52., Hadzic); Kujabi, Strak, Kovacevic, Drechsel (67., Toth), Lexa (77., Bammer); Hofer;
Gegen die Wiener Austria setze es gemäß dem Gesetz der Serie wieder die erwartete Niederlage. Damit ist Ried auch im 15. Auswärtsspiel gegen die Wiener Austria sieglos. 3:1 lautete das Ergebnis nach 90 Minuten, wenn auch das Spiel deutlich knapper war, als was das Resultat auszusagen vermag.
Das Spiel begann zunächst mit leichten Vorteilen für die SV Ried, wenn auch wenig Bewegung in der Partie war. Beide Mannschaften taten sich in der Anfangsphase schwer, gute Offensivaktionen zu zeigen. Die Rieder machten in der Anfangsphase gut die Räume eng und setzten die Spieler der Wiener Austria früh unter Druck. In der 9. Minute kam Daniel Hofer, der heute als einzige Sturmspitze aufgeboten wurde, zum vermeintlichen 0:1. Nach Flanke von Drechsel, der nach seiner Grippe noch fit geworden war, stieg Hofer am höchsten und traf in die lange Ecke – jedoch aus Abseitsposition. Beflügelt vom Abseitstor traute sich Ried mehr zu und kam auch zu besseren Offensivaktionen. In der 14. Minute fiel Acimovic, welcher in diesem Spiel noch das Zünglein an der Waage sein sollte, im Strafraum – Schiri Brugger ließ aber zu Recht weiterspielen. Im Anschluss an diese Aktion konterte die SVR wie aus dem Lehrbuch und ging durch Drechsel mit 1:0 in Führung. Kujabi setzte sich auf der linken Seite durch und spielte den Ball klug zum am Strafraum wartenden Drechsel, welcher mit viel Gefühl zum 1:0 einschoss. In der 16. Minute hält Hattenberger aus rund 25 Metern voll drauf, Gebauer kam aber noch mit den Fingerspitzen dran. Die Wiener Austria hat in der kommenden Phase Probleme die Antwort auf das 1:0 zu geben. In der 30. Minute fiel dann aber doch der Ausgleich. Sun Xiang zirkelte den Ball an den Fünfer, Abwehr und Gebauer schlafen und so konnte Hattenberger unbedrängt einköpfen. Danach bemühte sich Ried um den neuerlichen Führungstreffer und wäre in der 34. Minute beinahe belohnt worden. Hofer setzte an der Torauslinie gut gegen Schiemer nach, erkämpfte den Ball und konnte den Ball vor Austria-Goalie Safar in die Mitte geben, wo Lexa im Fallen die schwierige Flanke nicht im leeren Tor unterbrachte. Im Gegenzug traf Acimovic nach neuerlichem Sun-Eckball nur den Pfosten. In der 44. Minute ging der FAK dann doch noch in Führung. Nach einer Flanke von Hattenberger entledigt sich Acimovic mit einem Stoß seines Gegenspielers Brenner und köpfelte den Ball zu Bazina, der unbedrängt einschießen konnte. Die einzige Situation in diesem Spiel, wo Schiedsrichter Brugger nicht im Bilde war, auch wenn diese spielentscheidend war – da halfen auch die heftigen Proteste der Ried-Spieler nichts.
In der Anfangsphase der zweiten Hälfte wollte es Ried noch einmal wissen und drückte auf den Ausgleich. Zunächst konnte Safar einen Hammerschuss von Kovacevic gerade noch abwehren, ehe die Austria in der 54. Minute die Entscheidung herbeiführte. Wieder war es Sun Xiang, der eine Ecke gefährlich an den Fünfer drehte. Im Strafraum der Rieder herrschte eine große Unordnung in der Abwehr und Standfest wuchtete den Ball nach mehreren Unsicherheiten in die Maschen. Danach zeigte sich die Rieder Mannschaft geschockt. Die Austria verwaltete in der Folge den Spielstand geschickt, Ried mit ihrer einzigen Sturmspitze Hofer tat sich offensiv schwer. Vor allem die dann eingewechselten jungen Wilden Hadzic, Toth und Bammer versuchten noch, den Anschlusstreffer zu erzielen, auch wenn aus der Partie bereits die Luft raus war. Gebauer konnte noch einen Acimovic-Schuss halten, ehe Bammer auf der Gegenseite ein Abseitstor schoss. In der 87. Minute verzeichnete die Rieder Mannschaft noch eine Riesenchance, als Schiemer einen flachen Schuss von Ulmer in den Strafraum gerade noch vor Hadzic wegspitzeln konnte.
Das 3:1 war zwar die erwartete Niederlage, auch wenn diese denkbar knapp ausfiel. Hätte Lexa das leere Tor getroffen, wäre wohl eine Vorentscheidung zu Gunsten von Ried gefallen. Aber spielentscheidend war nicht die vergebene Chance von Lexa, sondern die Unsicherheiten in der Abwehr. In den letzten zwei Spielen setzte es drei Tore nach Standardsituationen. Heute waren es gleich zwei Eckstöße an den Fünfer die zum Torerfolg führen.
Oliver Glasner: "
Acimovic hat Brenner beim Gegentor einen Rempler gegeben. Wie bei Ballacks Tor gegen Portugal. Vorher hat die Austria kein Rezept gegen uns gefunden. Einzig bei den Standards hatten wir Probleme. Sonst war unsere Leistung in Ordnung."
Paul Gludovatz: "
Die Tore durch die Eckbälle sind natürlich ärgerlich. Bis zum Ende der Hinrunde wollen wir diese Schwächen sicherlich verbessern. In der ersten Hälfte hätte schon die Entscheidung fallen können, als wir das leere Tor nicht getroffen haben."