LASK Linz - SV Ried
1:0: Mayrleb (66min - Elfmeter)
1:1: Stocklasa (82min)
2:1: Mayrleb (90min)
Zuschauer: 8.500
Schiri: Hofmann
Gelbe Karten: Baur, Panis; Toth, Stocklasa, Kovacevic, Drechsel, Kujabi, Hofer
Aufstellung:
Gebauer; Ulmer, Stocklasa, Glasner, Brenner; Kujabi, Kovacevic, Toth (60., Drechsel), Lexa (70., Nacho), Strak (78., Hofer); Salihi
Die negative Auswärtsserie der SV Ried konnte auch gegen den LASK Linz nicht
beendet werden. Ein äußerst harter Elfmeter, sowie ein Tor in der
Nachspielzeit brachten die SVR um hochverdiente Punkte.
Bei den Linzern fehlte Ivica Vastic noch aufgrund seiner Kieferprellung und
auch bei unserer SV saß Spielmacher Herwig Drechsel zunächst nur auf der
Bank.
Bereits nach 4 Minuten herrschte große Gefahr im Rieder Sechszehner als
Mayrleb plötzlich völlig frei vor Gebauer stand. Er zögerte aber zu lange
und konnte von Glasner noch gestört werden. Danach zeigten beide Teams
offensiv eher Schonkost. Einzig der LASK war durch einen Fernschuss von
Wisio gefährlich, den Gebauer aber gut parieren konnte. Die Partie ist sehr
ausgeglichen und spielte sich überwiegend im Mittelfeld ab und beiden
Vereinen merkte man das Fehlen ihrer Spielmacher an. Ried nahm zwar
zusehends das Spiel in die Hand, ohne aber wirklich gefährliche Chancen
herauszuspielen. Besonders der quirlige Kujabi wirbelte auf der linken
Außenbahn und bereitete den Linzern große Probleme. Erst kurz vor dem
Pausenpfiff war unsere SV durch Kujabi brandgefährlich. Sein Schuss aus etwa
16 Metern konnte aber Cavlina zur Ecke abwehren.
In der zweiten Halbzeit dauerte es wieder einige Zeit bis zu den ersten
Höhepunkten. Nach einer gespielten Stunde kam Herwig Drechsel ins Spiel. Mit
ihm wurde unsere Offensive stärker und gefährlicher. Zunächst waren aber
noch die Hausherren am Drücker. Panis versuchte sich in der 63. Minute aus
der Distanz, was aber für Gebauer kein Problem bedeutete. 3 Minuten danach
wieder Aufregung im Innviertler Strafraum. Mijatovic fällt im Zweikampf
gegen Glasner und Kovacevic, Schiedsrichter Hofmann entschied auf Elfmeter.
Eine äußerst harte Entscheidung, da der Linzer kaum berührt wurde. Glasner
dazu im Interview: "Natürlich war die Hand beim Elfmeter ein bisserl dran.
Aber wenn Mijatovic immer so fällt, dann darf seine Frau nie bei ihm
ankommen." Christian Mayrleb verwandelte den Elfer sicher zum 1:0. In der
Folge bestimmten aber die Rieder das Geschehen und versuchten offensiv
Akzente zu setzen. Zunächst versuchten es die Innviertler über die Flanken
zum Erfolg zu kommen. Lexa und Kujabi fanden mit aber keinen Abnehmer für
die Flankenbälle. Den Ausgleich hatte Drechsel 15 Minuten vor Ende am Fuß,
sein Schuss verfehlte nur um wenige Zentimeter das Ziel. Wenig später
Freistoß von Drechsel in den Linzer Strafraum, der Ball kommt über Umwege zu
Stocklasa, der zum 1:1 trifft. Für den Liechtensteiner Teamspieler das erste
Tor in der österreichischen Bundesliga. Unsere Elf blieb danach am Drücker,
in der 84. Minute wiederum Freistoß von Drechsel. Aber wie schon bei seiner
ersten großen Möglichkeit ging der Ball nur Zentimeter am Tor vorbei.
In der Nachspielzeit war allerdings wieder Mayrleb zur Stelle, der nach
Zuspiel von Salmutter völlig frei vor Gebauer zum 2:1 für die Linzer
einschoss.
Unser Auswärtsfluch hält damit weiter an. Seit 16 Auswärtsspielen warten wir
bereits auf einen vollen Erfolg. Gegen den LASK Linz war die Niederlage
allerdings mehr als nur unglücklich und unverdient. Unsere Mannschaft hatte
das Spiel meist unter Kontrolle, aber auswärts stehen wir einmal mehr ohne
Punkte da.
Oliver Glasner:
"Der LASK war einfach clever, sie haben die Chance am Schluss genützt. Wir
haben überzeugt und stehen jetzt mit leeren Händen da. Wir haben das Spiel
teilweise dominiert. Der Elfmeter war sehr billig, aber im Endeffekt waren
wir mit dem Gegentor zum 1:2 selber schuld."
Paul Gludovatz:
"Es gab heute einen Unterschied, der hieß diesmal nicht Vastic, sondern
Mayrleb. Der LASK hat sich am Schluss mehr wehren müssen. Vastic ist durch
Mayrleb toll ersetzt worden, er hätte auch nicht mehr als zwei Tore schießen
können."