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"Kinderhandel" in der Schweizer Liga

Alles zur höchsten Schweizer Spielklasse

"Kinderhandel" in der Schweizer Liga

Beitragvon 1886 » 14.02.2012 05:30

Es rumort im Schweizer Fussball. Es geht um Kinder. Wer sind die Täter?

Fredy Bickel, Sportchef des FC Zürich, bringt die Lawine am Sonntag ins Rollen. Vor dem Derby gegen GC sagt Bickel in einem Beitrag von Teleclub zum Thema «Ködert GC Junioren vom FCZ?»: «Es gibt einen gewissen Stil, den man einhalten sollte. GC schert sich im Moment nicht so gross darum. Sie gehen auf die Juniorenplätze, gehen direkt auf die Junioren und die Eltern zu, ohne dass es vorher eine Absprache mit dem Verein gibt.»

GC verstosse damit gegen ein Gentlemen’s Agreement, das besagt, dass sich Super-League-Klubs nicht gegenseitig die Junioren abwerben.

«GC geht systematisch vor»

Konkret geht es offenbar um einen Fall vom Dezember 2011. Marco Bernet, Chef der Letzikids (U8 – U12), behauptet: «GC geht systematisch vor. Bei uns wollten sie zwei Zwölfjährige abwerben.» Die Namen will Bernet aber nicht nennen.
Wie reagiert man bei GC auf die Vorwürfe des FCZ? Mathias Walther, verantwortlich für den Nachwuchs, sieht die Sache relativ unaufgeregt. Er sagt zu BLICK: «Grundsätzlich ist es so, dass sich in Zürich die Kräfteverhältnisse wieder verlagert haben. Von der U15 an abwärts sind wir wieder top. Wir haben bei den Junioren wieder an Anziehungskraft gewonnen. Wenn einer aus der Grossregion Zürich zu uns will, verhindern wir dies nicht.»

Auch FCZ holte GC-Junior
2009 machte ein anderes Zürcher Talent den umgekehrten Weg: Anto Grgic, heute 15, wurde vom FCZ bei GC abgeworben. FCZ-Bickel dazu: «In diesem Fall war es aber ein Gegengeschäft.» Was man bei GC wiederum bestreitet …
Auch beim FC Luzern und YB soll GC gewildert haben. Im Teleclub-Beitrag bestätigt Hansruedi Hasler, Technischer Direktor bei YB, dass die Berner zuletzt einen Junior an GC verloren haben. Als BLICK bei YB-CEO Ilja Kaenzig nachfragt, kommt raus: Der Junior war beim FC Köniz lizenziert. GC verletzte somit in diesem Fall das Gentlemen’s Agreement nicht.

Bei FC Luzern geht es um den U15-Spieler Harun Alpsoy, den GC im Winter geholt hat. Walther gibt zu: «Da haben wir für einmal nicht sauber kommuniziert. Darauf bin ich zusammen mit Alain Sutter beim FCL persönlich vorbei und habe mich entschuldigt.»

Geld als Köder?
GC wird auch unterstellt, dass sie Junioren mit Geldbeträgen ködern würden. Stimmts? «Nein!», antwortet GC-Walther.
Rückendeckung bekommt GC indes vom FC Basel. Dort heissts, es sei unter Super-League-Klubs trotz Gentlemen’s Agreement nicht unüblich, dass Junioren die Seiten wechseln. Und dafür würden die Klubs ja auch Geld kassieren. Und nicht wenig
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Re: "Kinderhandel" in der Schweizer Liga

Beitragvon 1886 » 14.02.2012 05:30

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