von 1886 » 25.10.2011 01:23
FCZ Abstiegssumpf statt Meisterkampf
Alarm beim FCZ: 11 Spiele, 7 Pleiten. Jetzt schon eine mehr als in der gesamten letzten Saison. Dazu Platz 8, noch 2 Punkte vor Schlusslicht Lausanne. Der FCZ in der Hölle der Tabelle, mitten im Abstiegskampf! Der Titel, vor kurzem noch das Saisonziel, ist schon futsch. Die Liste des Versagens ist lang:
-Fischers Penalty-Wirrwarr
Margairaz leitet zum Saison-Auftakt in Sion mit seinem verschossenen Panenka-Penalty die erste Pleite ein. Seither verschossen noch Mehmedi und Chermiti. 3 Penaltys, kein Tor. Das Problem: Beim FCZ gibts keine Hackordnung. Trainer Urs Fischers sagt: «Es soll schiessen, wer sich gut fühlt.» Klappt überhaupt nicht! Sowohl vor Mehmedis als auch vor Chermitis Fehlschuss wollen gleich mehrere ausführen. Es schiesst (oder besser verschiesst), wer sich gegen seine Kollegen durchsetzen kann! Das kostet Punkte, und sogar die Gegner lachen über den Penalty-Wirrwarr.
– Goalie-Dilemma
Leoni hat bis jetzt nicht verlängert, dabei liegt längst eine Offerte vor. Er will lieber ins Ausland, wäre im Sommer endlich ablösefrei. Doch auch die Nummer 2 will schon seit langem weg. Seine Degradierung auf die Bank hat Guatelli nicht verschmerzt. Bickel: «Jetzt müssen wir uns auf dem Goalie-Markt umschauen.» Der wohl loyalste Goalie für den FCZ steht im Thun-Goal. Da Costa ist bekennender FCZ-Fan.
-Keine Hierarchie im Team
Jede Mannschaft hat eine Hierarchie. Jede erfolgreiche zumindest. Fischers FCZ hat keine: Captain Aegerter ist kein Leader, zu nett. Vize Margairaz kämpft seit Saisonbeginn nur mit sich selbst, verdeppert einen Penalty, zeigt dem Schiri den Vogel. Dem einzigen Leader steht Shootingstar Rodriguez vor der Nase. Magnin spielt kaum. Klar, dass die Worte des ehemaligen deutschen Meisters nicht viel Gewicht haben.
-Kein «Sauhund»
Wenns läuft, spielt kaum ein Team der Schweiz schöner. Probleme gibts, wenn es nicht läuft. Die FCZ-Schönspieler (wie z.B.: Schönbächler, Nikci) sind keine Kämpfer. Schon Ex-Coach Challandes sagte: «Uns fehlt ein Sauhund im positiven Sinn. So einer wie Huggel.» (FCB Spieler) Auch Bickel gesteht: «Wir sind zu nett. Die Spieler tun sich nicht weh.» Er hat es versäumt, einen «Sauhund» zu kaufen, es wächst keiner heran.