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FC Luzern Thread

Alles zur höchsten Schweizer Spielklasse

Moderator: Robinho

Re: FC Luzern Thread

Beitragvon 1886 » 22.10.2011 00:05

Pulverfass FC Luzern

Riesenaufregung beim Leader. Yakin stösst eigene Fans vor den Kopf. Präsident Stierli ist sauer: "Auf Fans die nicht zum FCL stehn können wir verzichten!

Vorbei ist es mit der Herrlichkeit in Luzern: gegen YB die erste Saisonniederlage, dann ein schwacher Cup-Auftritt und jetzt die Riesen-Aufregung um Trainer Murat Yakin.

Der FCL ist zwar immer noch Leader. Aber die Stimmung ist explosiv, seit bekannt wurde, dass FCL-Präsident Walter Stierli und Basels Bernhard Heusler sich vor einer Woche über die Personalie Yakin unterhalten haben.

Yakin selber sagt zu BLICK: «Ich hatte bis jetzt keinen Kontakt zum FCB.» Ein klares Bekenntnis zum FCL ist ihm aber nicht zu entlocken. Nach einem erfolgreichen Saisonstart (7 Siege, 3 Remis, 1 Pleite) ist Yakin drauf und dran, seinen Kredit bei einem Teil der Fans zu verspielen.

Im Fan-Forum des FCL schreiben sich die User die Finger wund. «Yakin soll gehen, und zwar sofort. Nicht erst im Winter. Unloyale Trainer sind in der Regel ziemlich unbrauchbar», heisst es da zum Beispiel. Ein anderer schreibt: «Luzern geht ihm komplett am Arsch vorbei, und er macht keinen Hehl daraus.» Ganz drastisch formuliert es ein Dritter: «Verpissen Sie sich bitte lieber heute als morgen, Herr Yakin!»

Als Trainer-Nutte beschimpft

Andere Forumsteilnehmer verunglimpfen Yakin als «Trainer-Nutte» oder decken ihn mit rassistischen Sprüchen ein. Gibt es heute beim Heimspiel gegen Xamax sogar Pfiffe gegen den eigenen Trainer?

Yakin lächelt die ganze Aufregung um seine Person einfach weg. Auf die Frage, wo er am letzten Dienstag war, als er beim Mannschaftstraining fehlte, sagt Yakin zuerst: «Ich war den ganzen Tag zu Hause.» Und etwas später: «Ich war am Dienstag sicher nicht in Basel. Wir sind eine grosse Familie, die ist in der ganzen Schweiz verteilt.»

Als BLICK FCL-Präsident Walter Stierli gestern erreichte, verliess er gerade die Geburtstagsparty eines Freundes. Stierlis Festlaune verschwindet augenblicklich, als ihn BLICK auf den Yakin-Knatsch anspricht: «Der ganze Aufstand um Muri ist lächerlich. Er kann doch mal einen freien Tag geniessen. Ich bin ­sicher, dass es keine Pfiffe gegen ihn geben wird!»

Und was sagt Stierli zu den Kommentaren im Fan-Forum? «Das Forum ist kein Barometer. 99 Prozent unserer Fans sind grossartig. Auf Fans, die nicht zum FCL stehen, können wir verzichten!» Rums!

Zusätzlich Öl ins Feuer giesst der «Corriere del Ticino». Die Tessiner Tageszeitung vermeldet, dass Bellinzona-Coach Martin Andermatt im Januar zu Luzern wechseln werde und für Yakin damit die Tür zum FCB offen sei.

Pulverfass Luzern, die Lunte brennt!
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Re: FC Luzern Thread

Beitragvon 1886 » 17.11.2011 15:02

Testspiel

FC Luzern : Karlsruhe SC 2:3

Tore: 3. 0:1 Iashvili 21. 1:1 Ortiz (Testspieler) 31. 2:1 Ianu 37. 2:2 Lavric 64. 2:3 Stadler
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Re: FC Luzern Thread

Beitragvon 1886 » 18.11.2011 01:32

Wegen eines Satzes von einem Junior - FCL bestraft einen ganzen Klub

Diese Geschichte aus der Innerschweiz erinnert an einen Thriller aus Hollywood: Spionage, Drama, Vergeltungsschlag. Was ist da bloss passiert?

Der Reihe nach: Vor einigen Tagen äussert sich Junioren-Kicker J. B.* (18), der beim Zweitligisten SK Root spielt, im Internet kritisch über Luzerns Präsident Walter Stierli. «Stierli usschaffe», schreibt er auf die Facebook-Seite von Radio Pilatus als Antwort auf eine Umfrage zur Fanproblematik beim FCL.

Nicht die feine Art. Aber auch nicht wirklich dramatisch. Einen Erfolgsmann wie Stierli sollte es ­eigentlich nicht interessieren, was ein Bub im Netz über ihn verzapft. Könnte man eigentlich meinen!

Die Medienabteilung hat genug Zeit

Doch der FCL hat offenbar genügend Kapazitäten, um Internet-Seiten abzuklappern. Mitarbeiter der Medienabteilung entdecken den Kommentar des Juniors und «spionieren» J. B. sofort hinterher. Bald haben sie ­herausgefunden, bei welchem Verein der freche Junior kickt. Jetzt holen die Profis zum Gegenschlag aus.

«Wir haben im Facebook festgestellt, dass ihr Junior J. B. unseren geschätzten Präsidenten Walter Stierli beleidigte», heisst es in ­einem strengen Mail von FCL-Vizepressechef Daniel Frank an die Führung des SK Root.

Doch damit nicht genug. Der FCL erklärt die langjährige freundschaftliche Beziehung mit dem ganzen Amateurklub kurzerhand für beendet! Wegen der Beleidigung sei man für Anfragen zu Freundschaftsspielen oder Autogrammstunden in Zukunft nicht mehr empfänglich.

«Wir werden kollektiv bestraft»

Roger Bühler (41), Präsident vom SK Root, traut seinen Augen nicht. Er entschuldigt sich umgehend beim FCL, kann das Vorgehen des grossen Bruders aber nicht fassen. «Unsere 240 Mitglieder werden kollektiv bestraft! Ein Denkzettel ist für den Buben nicht schlecht, aber der Rest ist eine krasse Überreaktion.»

Er findet, man könne nicht den Verein zur Verantwortung ziehen. «Wir machen unsere Arbeit freiwillig, werden dafür nicht bezahlt. Das ist Frondienst! Es ist für uns unmöglich, das Privatleben der Jungs zu kontrollieren.»

Und verbittert legt er nach: «Der FC Luzern kann froh sein, dass es uns Landklubs gibt und nicht umgekehrt. Die sind auf den Breitensport angewiesen. Wir legen den Grundstein im Kinderfussball.»

Der Junior will anonym bleiben

J. B. ist der Rummel zu viel. Er möchte anonym bleiben, hat Sorge, noch mehr Probleme zu bekommen. In der Swissporarena ist er am Sonntag beim Spiel gegen GC unerwünscht. Der Root-Junior fühlt sich ungerecht behandelt. «Ich habe einfach meine Meinung gesagt. Ich dachte, das darf man in der Schweiz.»

FCL-Pressechef Stefan Bucher erklärt: «Wir überwachen das Internet nicht systematisch, haben einen Tipp erhalten. Ich finde es richtig, dass wir den Verein informiert haben.»

Er gibt aber zu: «Der Tonfall und die Massnahmen waren nicht verhältnismässig. Wir werden mit Sicherheit noch mal auf den Klub zugehen, um den Vorfall aus der Welt zu schaffen.»
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Re: FC Luzern Thread

Beitragvon 1886 » 08.12.2011 13:06

FC Luzern verbietet seinen Fans Fahnen und Transparente

Aufgrund der erneuten Vorkommnisse mit Pyromaterial beim Auswärtsspiel vom 3.12.2011 im St. Jakob-Park Basel setzt der FC Luzern die bereits am 10.11.2011 angekündigten Massnahmen um:

Ab dem Heimspiel vom kommenden Sonntag, 11.12.2011, (FC Luzern – Servette FC) wird in den Sektoren B und C6 (Gästesektor) der swissporarena ein Fahnen-, Transparente- und Doppelhalterverbot verordnet. Zuwiderhandlungen gegenüber der ab sofort angepassten Stadionordnung führen zu einem Stadionverbot.


Ab sofort werden die Verbandsbussen, die dem FCL im Zusammenhang mit Pyromaterial und/oder Knallpetarden entstehen, bis max. CHF 25'000.-- pro Jahr vom Fanprojektbeitrag - der u.a. den Barbetrieb der „Zone 5“ finanziell unterstützt - in Abzug gebracht


Der FC Luzern bedauert ausserordentlich, dass die gebotene Chance seitens bestimmter "Fan-Gruppen" nicht wahrgenommen wurde und stellt fest, dass die Umsetzung beider Massnahmen - im Gegenteil - durch mutwilliges Fehlverhalten einiger Unverbesserlicher selbstverschuldet ist.

Der FC Luzern ist nicht gewillt, Pyromaterial und/oder Knallpetarden im Stadion zu akzeptieren und verurteilt dies aufs Schärfste. Ist doch das Abbrennen von über 1000 Grad heissem Pyromaterial und/oder Knallpetarden in dichten Menschenmassen gemeingefährlich! Ganz abgesehen davon, dass beides gegen gesetzliche Bestimmungen verstösst.

Pyromaterial und/oder Knallpetarden sind daher für den FC Luzern unverhandelbar und gehören nicht zur Fankultur! Gleichwohl ist der FC Luzern bereit, den Dialog mit den Vertretern der Fangruppen aufrecht zu erhalten. Wer ein wirklicher FCL-Fan ist, der achtet auch die Regeln menschlichen Zusammenlebens. Denn, wer wissentlich und willentlich in Kauf nimmt, andere Menschen durch Feuerwerkskörper - gleichgültig ob es sich nun um Petarden und/oder Pyros handelt - zu verletzen, der disqualifiziert sich selber und stellt sich ausserhalb der Gesellschaft. Und mit Kultur, geschweige denn mit Fankultur, hat das nun gar nichts zu tun. Im Gegenteil. Solche Elemente schaden dem Club und letztlich auch den echten Fans und anderen Stadionbesuchern, die einfach nur Freude an einem schönen Fussballspiel haben möchten.

Wer sich mit den neuen Richtlinien nicht identifizieren kann, dem wird empfohlen, der swissporarena künftig fern zu bleiben. Saisonkarten werden anteilsmässig zurückerstattet.
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