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Die Erfolgsformel der Schweizer Liga

Ein Vergleich zwischen Österreich und der Schweiz
Alles zur höchsten Schweizer Spielklasse

Die Erfolgsformel der Schweizer Liga

Beitragvon 1886 » 22.03.2015 04:54

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Re: Die Erfolgsformel der Schweizer Liga

Beitragvon bf_aues » 24.03.2015 09:19

Ja ihr Schweizer könnt zurecht Stolz sein auf eure Super League. Da können sich wir Ösis ein paar Scheiben abschneiden.

Das Interesse an die österreichische Bundesliga ist von Jahr zu Jahr bei mir gesunken. Traurig genug, dass erst vor kurzem zu einem Bundesliga-Spiel gerade mal 823 Zuschauer (Minusrekord!) erschienen sind.
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Re: Die Erfolgsformel der Schweizer Liga

Beitragvon 1886 » 25.03.2015 02:03

Bei uns gibts ja teilweise auch grössere Probleme und zwar, dass unsere Vereine nach und nach Hopps gehen.

Bei uns verlangt die Liga ja "Stadien mit entsprechenden Kapazitäten" sprich: Viele Vereine müssen neue Stadien bauen und haben dadurch sehr hohe Unterhaltskosten (Thun GC FC Zürich) bzw dank der dämlichen Einspracheregelung können einige Verein (GC Aarau) gar keine Stadien bauen. und wenn sie sie bauen können kommen ungeheure Kosten auf sie zu.

Bei uns hats ja mit Servette Xamax Bellinzona schon einige Vereine erwischt. Wir kämpfen seit Jahren mit den Finanzen und andere Vereine allen voran Thun sind kurz davor hopps zu gehn.

Auch Zuschauertechnisch ist nicht alles Gold was glänzt. Hier sind eig nur 2-3 Vereine die jeweils über dem Schnitt sind Basel um 30.000 rum YB mit ca 15-20.000 SG ca 13.000 alle anderen Vereine sind bei unter 10.000 einige sogar ziemlich deutlich (Aarau GC Vaduz)

Wo liegt der Grund eig bei euch, dass das Interesse scheinbar immer mehr fällt? Ist es die Qualität des Fussballs oder liegts an was anderem?
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Re: Die Erfolgsformel der Schweizer Liga

Beitragvon bf_aues » 25.03.2015 14:56

gibt meines Erachtens zwei Hauptgründe:

Zum Einen die große Vielzahl an Dorfclubs, deren Infrastruktur die Bezeichnung Profifußball spottet. Mit Grödig, Wolfsberger AC, Wiener Neustadt, Altach und Ried sind nun die Hälfte der Bundesligisten Dorfclubs. Das wäre jetzt nicht so schlimm, wenn alle Clubs solche Verhältnisse (modernes Stadion mit Rasenheizung, professionelles Management, Zuschauerschnitt bei ca. 5000 Zuschauer) wie Ried hätten. Doch das ist eben nicht der Fall, was du anhand des Kartoffelackers von Grödig und dem Zuschauer-Minusrekord bei einem Bundesliga-Spiel erkennen kannst. Klar muss man sich da fragen, warum so viele Dorfclubs in der obersten Klasse vertreten sind. Da ist vor allem die Inkompetenz (sowohl aus wirtschaftlicher als auch sportlicher Sicht) von manchem Traditionsclub zu nennen wie beispielsweise GAK, LASK oder Wacker Innsbruck. Aber genau da lobe ich die Maßnahme der Schweizer Liga, die es verbittet, einen Club in die oberste Liga aufsteigen zu lassen, der nicht die Mindest-Standards im Bereich Infrastruktur erfüllt.

Ein anderer Grund ist sicherlich die sportliche und finanzielle Dominanz (Macht triffts eher) von Red Bull Salzburg. Der Titel führt nur über diesen Club und seitdem Rangnick das Zepter schwingt, hat sich die Macht noch mehr ausgeweitet. Dazu kommt das sportliche Missmanagement der Wiener Traditionsvereine. Bei Rapid wirds schön langsam besser, Andreas Müller macht da einen guten Job. Aber bei Austria ist alles nur Freunderl-Wirtschaft ohne einem sportlichen Konzept dahinter.

Und klar leidet unter diesen Punkten die Qualität des Fußballs sehr.
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Re: Die Erfolgsformel der Schweizer Liga

Beitragvon 1886 » 26.03.2015 00:26

bf_aues hat geschrieben:gibt meines Erachtens zwei Hauptgründe:

Zum Einen die große Vielzahl an Dorfclubs, deren Infrastruktur die Bezeichnung Profifußball spottet. Mit Grödig, Wolfsberger AC, Wiener Neustadt, Altach und Ried sind nun die Hälfte der Bundesligisten Dorfclubs. Das wäre jetzt nicht so schlimm, wenn alle Clubs solche Verhältnisse (modernes Stadion mit Rasenheizung, professionelles Management, Zuschauerschnitt bei ca. 5000 Zuschauer) wie Ried hätten. Doch das ist eben nicht der Fall, was du anhand des Kartoffelackers von Grödig und dem Zuschauer-Minusrekord bei einem Bundesliga-Spiel erkennen kannst. Klar muss man sich da fragen, warum so viele Dorfclubs in der obersten Klasse vertreten sind. Da ist vor allem die Inkompetenz (sowohl aus wirtschaftlicher als auch sportlicher Sicht) von manchem Traditionsclub zu nennen wie beispielsweise GAK, LASK oder Wacker Innsbruck. Aber genau da lobe ich die Maßnahme der Schweizer Liga, die es verbittet, einen Club in die oberste Liga aufsteigen zu lassen, der nicht die Mindest-Standards im Bereich Infrastruktur erfüllt.

Ein anderer Grund ist sicherlich die sportliche und finanzielle Dominanz (Macht triffts eher) von Red Bull Salzburg. Der Titel führt nur über diesen Club und seitdem Rangnick das Zepter schwingt, hat sich die Macht noch mehr ausgeweitet. Dazu kommt das sportliche Missmanagement der Wiener Traditionsvereine. Bei Rapid wirds schön langsam besser, Andreas Müller macht da einen guten Job. Aber bei Austria ist alles nur Freunderl-Wirtschaft ohne einem sportlichen Konzept dahinter.

Und klar leidet unter diesen Punkten die Qualität des Fußballs sehr.


Interessant.

Vor einigen Jahren waren wir ja auch noch an dem Punkt. Beispiel Thun: Die hatten eine lange Zeit ein Stadion, dass mit einem Vorgarten hätte verglichen werden können. Der Gästesektor war durch ein kleines Gestrüp abgesperrt jetzt haben sie zwar ein modernes Stadion aber arge Finanzielle Probleme.

Beispiel SG: Die bauten ein neues Stadion und stiegen in der Einweihungssaison prompt ab. Haben zum Glück überlebt da der sofortige Wiederaufstieg gelang

Beispiel Servette: Spielen in einem modernen Stadion und haben in dem 30k Stadion 4-5k Zuschauer

Fragt sich welche Situation hier die beste ist. Es gibt auch Risiken bei moderner Infrastruktur.

Wenn ihr so viele Dorfclubs oben habt wo sind eigentlich die "grossen" Städte? Salzburg 2x Wien Graz und 5x Dorfclub sind schon 9. Wo sind z.B Innsbruck Linz und kA was es noch an grösseren Städten gibt bei euch. Alle keine konkurenz fähigen Teams?
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Re: Die Erfolgsformel der Schweizer Liga

Beitragvon bf_aues » 26.03.2015 09:36

1886 hat geschrieben:Interessant.

Vor einigen Jahren waren wir ja auch noch an dem Punkt. Beispiel Thun: Die hatten eine lange Zeit ein Stadion, dass mit einem Vorgarten hätte verglichen werden können. Der Gästesektor war durch ein kleines Gestrüp abgesperrt jetzt haben sie zwar ein modernes Stadion aber arge Finanzielle Probleme.

Beispiel SG: Die bauten ein neues Stadion und stiegen in der Einweihungssaison prompt ab. Haben zum Glück überlebt da der sofortige Wiederaufstieg gelang

Beispiel Servette: Spielen in einem modernen Stadion und haben in dem 30k Stadion 4-5k Zuschauer

Fragt sich welche Situation hier die beste ist. Es gibt auch Risiken bei moderner Infrastruktur.

Wenn ihr so viele Dorfclubs oben habt wo sind eigentlich die "grossen" Städte? Salzburg 2x Wien Graz und 5x Dorfclub sind schon 9. Wo sind z.B Innsbruck Linz und kA was es noch an grösseren Städten gibt bei euch. Alle keine konkurenz fähigen Teams?

Bei Servette wird wohl das Stadion dann überdimensioniert sein? Ja kommt halt immer alles drauf an. Es muss ja nicht immer gleich ein 20k-30k Stadion sein. Beispiel St. Pölten, spielen in der Ersten Liga (=2. Liga) und haben seit 2012 ein schönes neues modernes Stadion mit 8k Plätze. Eben genau das Richtige, auch in Gedanken an einen Bundesliga-Aufstieg. Oder eben Ried mit 7k Plätze, klein aber fein.

Nun zu unseren unterklassigen Traditionsclubs, deren Probleme hausgemacht sind:

LASK Linz: mussten vor 3 Jahren wegen fehlender Lizenz (grobe wirtschaftliche Probleme) in die Regionalliga zwangsabsteigen. Haben letztes Jahr dank neuem Präsidiums den Aufstieg in die Erste Liga geschafft und kämpfen nun mit Mattersburg um den Bundesliga-Aufstieg. Hohes Fanpotenzial und eben ein Traditionsclub, der der Bundesliga nur gut tun würde.

GAK (Graz): Der wirtschaftliche Größenwahn endete mit dem Zwangsabstieg 2006 in die Regionalliga. Der andere Grazer Verein, Sturm Graz, kratzte noch gerade die Kurve.

Wacker Innsbruck: Sportliche Talfahrt, nach dem letztjährigen Abstieg aus der Bundesliga kämpft Wacker nun um den Klassenerhalt in der Ersten Liga.

FC Kärnten (Austria Klagenfurt): Never-Ending Story, Lizenzstreit, Zwangs-Abstieg. Vereins-Auflösung. Das schönste Stadion Österreichs, das Wörthersee-Stadion, steht somit seit einigen Jahren leer.
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Re: Die Erfolgsformel der Schweizer Liga

Beitragvon 1886 » 27.03.2015 00:27

bf_aues hat geschrieben:Bei Servette wird wohl das Stadion dann überdimensioniert sein? Ja kommt halt immer alles drauf an. Es muss ja nicht immer gleich ein 20k-30k Stadion sein. Beispiel St. Pölten, spielen in der Ersten Liga (=2. Liga) und haben seit 2012 ein schönes neues modernes Stadion mit 8k Plätze. Eben genau das Richtige, auch in Gedanken an einen Bundesliga-Aufstieg. Oder eben Ried mit 7k Plätze, klein aber fein.


Viel zu überdimensioniert ja. Das Problem ist: Dieses wurde für die EM gebaut in unseren Ländern. Klar, dass Genf als 2. grösste Stadt etwas brauchte jedoch hat Servette ein eher kleines Fanpotenzial, was vorallem dadurch bedingt ist, dass es in Genf halt extrem viele Franzosen hat und auch die Regionale Konkurrenz zu Lausanne zieht einiges weg. Nun wird dieses Stadion halt oft für Natispiele gebraucht wenn mit grösserer Fanmenge gerechnet wird.

bf_aues hat geschrieben:LASK Linz: mussten vor 3 Jahren wegen fehlender Lizenz (grobe wirtschaftliche Probleme) in die Regionalliga zwangsabsteigen. Haben letztes Jahr dank neuem Präsidiums den Aufstieg in die Erste Liga geschafft und kämpfen nun mit Mattersburg um den Bundesliga-Aufstieg. Hohes Fanpotenzial und eben ein Traditionsclub, der der Bundesliga nur gut tun würde.


Dann hoffen wir mal das beste für den LASK. Ich nehme mal an Mattersburg wäre der nächste Dorfclub?

bf_aues hat geschrieben:GAK (Graz): Der wirtschaftliche Größenwahn endete mit dem Zwangsabstieg 2006 in die Regionalliga. Der andere Grazer Verein, Sturm Graz, kratzte noch gerade die Kurve.


Gibts da Anzeichen, dass es bald wieder aufwärts gehen könnte?

bf_aues hat geschrieben:
Wacker Innsbruck: Sportliche Talfahrt, nach dem letztjährigen Abstieg aus der Bundesliga kämpft Wacker nun um den Klassenerhalt in der Ersten Liga.

FC Kärnten (Austria Klagenfurt): Never-Ending Story, Lizenzstreit, Zwangs-Abstieg. Vereins-Auflösung. Das schönste Stadion Österreichs, das Wörthersee-Stadion, steht somit seit einigen Jahren leer.


Demfall kann man die nächsten Jahre so wie es klingt nur auf den LASK hoffen als Aufsteiger.. Zu wünschen wäre es euch. Soll sich Mattersburg mal solidarisch zeigen mit eurer Bundesliga
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Re: Die Erfolgsformel der Schweizer Liga

Beitragvon bf_aues » 27.03.2015 08:42

Mattersburg ist zwar an der Einwohnerzahl gemessen ein Dorf, haben aber weil sie der einzige Profiverein im Burgenland sind eine durchaus beachtliche Fanbasis. Kann mich noch erinnern als sie vor ~10 Jahren zum ersten Mal aufgestiegen sind. Da waren 15k pro Heimspiel keine Seltenheit. Habe gerade recherchiert über den Zuschauerschnitt in der Ersten Liga, die haben sogar einen höheren Schnitt als der LASK. Von dem her wäre der Aufstieg verträglich ;) vom Gesamtpaket würde der LASK allerdings mehr bringen :D

ja die EURO und die Stadien was du anhand dem Beispiel von Servette angesprochen hast. Mit Innsbruck und Klagenfurt geht es uns da noch schlimmer, Klagenfurt steht mehr oder weniger komplett leer und bei Innsbruck sind im Schnitt 3k Zuschauer :O (wurde aber nach der EURO auf 17k Plätze zurückgebaut). War das dann beim Genfer Stadion nicht der Fall?

Beim GAK ist übrigens schon Hopfen und Malz verloren. 2012 der vierte Konkursantrag inkl. Neugründung. Jetzt befinden sie sich in der zweituntersten Klasse Österreichs.
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Re: Die Erfolgsformel der Schweizer Liga

Beitragvon 1886 » 30.03.2015 00:56

Na also, dann seid mal ned wählerisch :p. Geht den wenigstens ein Dorfverein runter?

Ne bei Genf wurde nix zurückgebaut. Dort finden nun halt gerne Natispiele statt oder auch internationale Testspiele
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Re: Die Erfolgsformel der Schweizer Liga

Beitragvon 1886 » 01.04.2015 15:06

bf_aues hat geschrieben:Mattersburg ist zwar an der Einwohnerzahl gemessen ein Dorf, haben aber weil sie der einzige Profiverein im Burgenland sind eine durchaus beachtliche Fanbasis. Kann mich noch erinnern als sie vor ~10 Jahren zum ersten Mal aufgestiegen sind. Da waren 15k pro Heimspiel keine Seltenheit. Habe gerade recherchiert über den Zuschauerschnitt in der Ersten Liga, die haben sogar einen höheren Schnitt als der LASK. Von dem her wäre der Aufstieg verträglich ;) vom Gesamtpaket würde der LASK allerdings mehr bringen :D

ja die EURO und die Stadien was du anhand dem Beispiel von Servette angesprochen hast. Mit Innsbruck und Klagenfurt geht es uns da noch schlimmer, Klagenfurt steht mehr oder weniger komplett leer und bei Innsbruck sind im Schnitt 3k Zuschauer :O (wurde aber nach der EURO auf 17k Plätze zurückgebaut). War das dann beim Genfer Stadion nicht der Fall?

Beim GAK ist übrigens schon Hopfen und Malz verloren. 2012 der vierte Konkursantrag inkl. Neugründung. Jetzt befinden sie sich in der zweituntersten Klasse Österreichs.


Der Bericht der erst gerade auftauchte passt wie die Faust aufs Auge zu dieser Frage

Finanzsorgen bei Servette FC
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Nach einer verkorksten letzten Saison sieht es aus sportlicher Sicht heuer vielversprechend aus. Servette FC strebt als aktueller Leader den Aufstieg in die Super League an. Im Gleichschritt mit Wohlen und Lugano ist ein spannender Dreikampf im Gange. Doch nun scheint diese Idylle durch einen finanziellen Hilfeschrei gestört zu werden. Den Genfern fehlen derzeit CHF 400'000.- um die Märzrechnungen begleichen zu können. Rechnet man dies bis Ende Saison hoch, könnte die Fussballwelt im südwestlichen Zipfel der Schweiz vor einem erneuten Untergang des Traditionsvereins stehen, wenn man bedenkt, dass rund vier Millionen Franken in der Kasse fehlen.

Schon vor neun Jahren erschütterte den Konkurs den Genfer Fussball. Einst zeichnete sich der Kanton mit Clubs wie CS Chénôis, Urania Genève Sport, Étoile Carouge FC und dem FC Meyrin mit Servette FC aus, die allesamt ziemlich erfolgreichen Fussball boten. Mit dem Absturz in die 1. Liga sorgten die Grenats für einen Schock. Einzig Carouge hielt sich zwischenzeitlich in der zweithöchsten Liga. Nach einem mehrjährigen Aufbau, stand der Verein 2012 fast wieder vor dem Ende und musste bei der Genfer Handelskammer ihre Bilanz deponieren. In letzter Sekunde rettete der Kanadier Hugh Quennec den Verein. Der Präsident des Pendants aus dem Eishockey umsorgte sich und steckte viel Geld in Servettes Kasse.
Aufgrund der Transparenzpflicht seitens der Vereine, die für eine Lizenzvergabe gewährleistet werden muss, wurde auch der Swiss Football League ob der Lage bei Servette FC bekannt und erfasste umgehend eine Stellungnahme. Darin bestätigt der Landesverband, dass die Genfer bisher Zahlungen, wie Saläre und Sozialversicherungsabgaben stets termingerecht beglichen haben. Bis zum 30. April 2015 haben sie nun Zeit, die März-Rechnungen schriftlich zu belegen.

Derzeit werden 23 Anträge zur Lizenzvergabe für die Super und Challenge League geprüft. Darunter befindet sich auch das Dossier der Servettiens. Am 27. April werden die erstinstanzlichen Lizenzen vergeben. Sollte sich die Lage der Genfer nicht ändern, würde es auch schwierig in Sachen Aufstiegsfragen. Oder rettet Hugh Quennec Servette erneut?
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