von Homer » 19.09.2009 17:25
Bericht von rlw.at:
Wattens nutzt Chancen eiskalt
Die Gäste aus Wattens gingen als klarer Favorit ins Auswärtsspiel in Schwaz. Die Anfangsphase gestalteten beide Teams abwartend. Wattens ließ Schwaz einige Freiräume und das sollte sich in der 18. Minute rächen: Huber mit einem Stanglpass auf Kellner und dieser verwertet sicher aus kurzer Distanz – der Jubel natürlich extra ausgelassen, wechselte Kellner doch erst im Sommer von Wattens zum SCS. Die Abwehr der heimischen stand sicher, der Führende der Torschützenliste, Armin Hobel, wurde in den ersten 30 Minuten nicht gefährlich. Den ersten Warnschuss auf das Gehäuse Markus Häuslers gab Spielertrainer Roland Kirchler in der 25. Minute ab, Häusler parierte mit Schwierigkeiten. In der 35. Minute konnte sich Hobel erstmals lösen, seinen Schuss parierte Häusler besser. Schwaz-Trainer Rapp gab lautstark Anweisungen, er witterte die Sensation, wusste aber, dass eine knappe Führung gegen Wattens nicht viel wert ist wenn man nicht weiter konzentriert an die Sache ran geht. Wattens wurde von Minute zu Minute offensiver, attackierte die Schwazer sehr tief in der eigenen Hälfte. Schwaz konnte nur selten Offensivaktionen starten, die letzte vor der Pause kam durch eine abgerissene Huber-Flanke zustande. Kurz vor dem Halbzeitpfiff nutzte Hörtnagl den ersten fatalen Abwehrfehler von Schwaz aus: Selb, Pohl und David Egger brachten den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Hörtnagl stand goldrichtig und schoß zum 1:1-Ausgleich ein.
In der zweiten Halbzeit übernahm Wattens sofort das Kommando, Kirchler vergab die erste Großchance. Der Ex-Schwazer Perktold machte es in der 53. Minute besser, wurde ideal freigespielt und sorgte für die 2:1-Führung der Gäste. In der 60. Minute durfte sich auch Hobel mit seinem 12. Saisontreffer in die Schützenliste eintragen, er erhöhte auf 3:1 für Wattens. Schwaz ließ den Wattenern zuviele Freiräume, beinahe alle Schwazer standen stets zu weit von ihren Gegenspielern entfernt – und so etwas rächt sich gegen ein solches Spitzenteam natürlich. So auch das Tor zum 1:4: Weissenbrunner sah den am Sechzehner freistehenden Hörtnagl, spielte ihn ideal an und dieser schoß direkt und scharf ein.
Schwaz hatte in der zweiten Halbzeit nichts entgegenzusetzen, die einzige Torchance vergab David Egger, er traf nach einem Eckball nur die Stange.
Fazit: Schwaz hielt 30 Minuten gut mit, musste dann aber feststellen, dass Wattens viel zu abgebrüht ist um hier Punkte zu lassen. Wattens wusste in der zweiten Halbzeit genau, wie sie die Schwazer Defensive knacken können und nutzten die sich bietenden Chancen eiskalt aus.