von GrafZahl04 » 01.06.2007 20:14
Auch wenn alle Protagonisten von einer Hatz auf die fast 100 Jahre alte Tore-Bestmarke offiziell nichts wissen wollen: Das 16:0 einer deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Russland aus dem Jahr 1912 ist beim Duell gegen San Marino im Nürnberger Frankenstadion allgegenwärtig. Alles andere als ein "hoher Sieg" steht für den Bundestrainer und dessen Assistenten Hansi Flick bei allem Respekt für den Fußball-Zwerg ohnehin nicht zur Diskussion.
"Das Team hat sich vorgenommen, 90 Minuten Gas zu geben und möglichst viele Tore zu schießen", erklärte Teammanager Oliver Bierhoff einen Tag vor der EM-Qualifikationspartie am Samstag in Nürnberg (19 Uhr).
Mit einem attraktiven Auftritt wie beim 13:0 im Hinspiel könnte der Tabellenführer der Qualifikationsgruppe D schon im Hinblick auf die Endrunde im Sommer 2008 ein klares "Zeichen nach außen setzen", ergänzte Bierhoff.
Löw will Zuschauern etwas bieten
"Wir wollen den Zuschauern Freude und Spaß bereiten", verspricht Löw den 43 967 Fans im ausverkauften Stadion des frisch gebackenen Pokalsiegers 1. FC Nürnberg ein Angriffsspektakel. "Sicher werden viele Zuschauer in Nürnberg noch die Euphorie aus dem Pokalfinale mitbringen", sagte der DFB-Chefcoach und hofft, dass sein Team auch den Stimmungswettbewerb mit dem nur wenige hundert Meter entfernt laufenden Kultfestival "Rock im Park" gewinnt. Zuletzt hatte der dreifache Weltmeister in Nürnberg beim Confederations Cup 2005 gegen Argentinien (2:2) und Brasilien (2:3) die Fans begeistert. Jetzt will sich der WM-Dritte einschießen für die nächste, schwere Partie am kommenden Mittwoch in Hamburg gegen die Slowakei. Wie das genau aussehen soll gegen die in Bübchenblau antretenden Gäste, weiß der 47 Jahre alte Löw nach einer knappen Woche intensiver Vorbereitung im abgelegenen Herzogenaurach genau: "Hohes Tempo, schnelles Kombinationsspiel, viele Torchancen."
Wer ist Schlussmann?
Kein Rätselraten in der Torwartfrage: Bundestrainer Joachim Löw hat festgelegt, Jens Lehmann spielt gegen San Marino sowie die Slowakei. Der frischgebackene Torhüter des Fußball-Meisters VfB Stuttgart, Timo Hildebrand, sitzt auf der Bank und darf weiter über das verlorene Pokalfinale grübeln.
Wer hält die San Marinesen vom Tore schießen ab?
Eigentlich können wir davon ausgehen, dass San Marino nicht besonders häufig vor dem deutschen Tor auftaucht. Obwohl die Männer von der Adria-Küste sich rühmen dürfen, einmal im Länderspiel gegen England nach nur acht Sekunden (!) getroffen zu haben. Ein Rekord für die Ewigkeit.
Fest steht: Philipp Lahm spielt auf der rechten Verteidigerposition, Marcell Jansen auf der linken. Bayer und Neu-Bayer haben das schon einmal gegen Tschechien so gehandhabt. In der Innenverteidigung laufen Christoph Metzelder und Per Mertesacker auf - alles in allem eine Verteidigung, die den geübten Fußball-Zuschauer mit der Zunge schnalzen lässt.
Wie wird das Mittelfeld ohne Michael Ballack aussehen?
Michael Ballack (erholt sich von einer Operation am Sprunggelenk) ist schon gegen Georgien prima ersetzt worden: Von Piotr Trochowski. Aber den plagt derzeit eine Grippe. Zum Glück gibt es ja noch Allzweckwaffe Bernd Schneider, der Ballacks Position hinter den Spitzen übernehmen soll. Torsten Frings, so darf man annehmen, sorgt vor der Viererkette für klare Verhältnisse. Rechts wird bestimmt Clemens Fritz Aufstellung nehmen, aber auch Roberto Hilbert hat sich da schon bewiesen. Linker Flitzer ist mit Sicherheit Thomas Hitzlsperger.
Und wer schießt die 10 bis 18 Tore?
Es soll nicht überheblich klingen, aber Tore dürften gegen San Marino kein alleiniges Recht der Stürmer sein. Schon im Hinspiel durfte so gut wie jeder mal ran. Sich die Sorgen von der Seele schießen soll Miroslav Klose, das hat Bundestrainer Löw bereits angekündigt. Klose, der zuletzt in Bremen kaum noch traf, soll so richtig aufdrehen. Kevin Kuranyi wird wohl an Kloses Seite auflaufen. Gewissermaßen wird es ein «Sturm der Herzen» sein. Kuranyi durfte nicht mit zur WM, und Klose hat sich viele Sympathien mit seinem Wechselgebaren verdorben. Gegen San Marino können sie die Vergangenheit ein wenig vergessen machen.
Toooooooooooooooooor! Das ist endlich der erste Satz für Schalke! Raul nutzt den ersten Satzball zum 6:2. Jurado stürmt in der Mitte durch, stopft den Ball dann in eine Abwehrlücke, die in etwa so groß ist wie ein Hubschrauberlandeplatz, Raul nimmt den Ball mit, könnte ihn dann einfach einschieben, will aber noch ein bisschen Spaß haben, kurvt deshalb um Cesar und schiebt ihn dann rein