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Nedim Bajrami & Petar Pusic

Für Diskusionen im Bereich Nachwuchsfussball

Nedim Bajrami & Petar Pusic

Beitragvon 1886 » 07.10.2017 01:43

Zwei der hoffnungsvollsten Talente die wir derzeit in unseren Reihen haben. Beide gerade 18 Jahre alt, machten den Sprung direkt von der U18 in die 1. Mannschaft und sind beide Teil des Nachwuchskonzept Footuro vom SFV und in der aktuellen U19 Nationalmannschaft

Beide spielen in der aktuellen Saison eine mehr oder weniger wichtige Rolle in der Profimannschaft. Während Pusic regelmässige Teileinsätze bekommt, spielt Bajrami schon fast regelmässig von Anfang an im DM/ZM. Beide haben auch schon ihre ersten Tore erzielt, beide gegen Lugano, Bajrami das 2:0 und Pusic das 3:0

Derzeit sehe ich persönlich Bajrami ein wenig weiter vorne, den absoluten Durchbruch ist aber beiden zuzutrauen. Bin sehr gespannt wie weit sich beide Entwickeln.
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Re: Nedim Bajrami & Petar Pusic

Beitragvon 1886 » 21.10.2017 22:55

Heute im Derby beide im Einsatz. Pusic wurde in der 68. Minute eingewechselt und hatte die Chance nach einer schönen Einzelaktion auf ein Tor. Bajrami spielte über 90 Minuten und erzielte das wegweisende 2:0
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Re: Nedim Bajrami & Petar Pusic

Beitragvon 1886 » 06.11.2017 01:59

Auch gegen Lausanne waren beide im Einsatz. Bajrami über 90 Minuten und gab den Assist zum 1:0. Pusic kam in der 55. Minute und holte den Elfmeter zum 2:0 raus. Nachfolgend noch 2 Zeitungsberichte über Nedim Bajrami

Redeverbot für das Talent

Nedim Bajrami hat gerade wieder einmal 90 Minuten Erwachsenenfussball gespielt, als der 18-Jährige mit Schwung die Treppenstufen im Bauch des Letzigrunds nimmt. Er weiss, es ist ihm eine gute Partie gelungen. Noch eine kurze Strecke an den Journalisten vorbei, dann ist er in der Garderobe. So weit kommt er nicht. Auf die Frage, ob er noch Zeit für Fragen habe, winkt er und macht kehrt. Das Winken soll sagen: «Einen Moment, bitte.» Wieder geht es die Treppe runter auf das Feld, dort steht der GC-Medienchef. Bajrami fragt, ob er Fragen beantworten dürfe. Die Antwort ist Nein, noch ein bisschen damit warten – das Credo von GC ist: Die Jungen muss man ein bisschen vor sich selbst schützen.
Je nach Interpretation könnte das ­Redeverbot einem nahelegen, dass die fussballerischen Fähigkeiten bei Bajrami schneller gewachsen sind als jene die Persönlichkeit betreffend. Das wäre zynisch, vor allem aber falsch. Denn neben dem Feld macht der junge Mann einen besonnenen Eindruck. Auch wenn GC ihn von den ­Medien abschirmt, hat er Umgang mit ihnen und kennt Auftritte vor der ­Kamera. Bajrami war Protagonist der SRF-Dokumentation «Morgen sind wir Champions». Dort wurde er auf seinem Weg zum Profifussballer begleitet.

Das Lob von Trainer Yakin

Bajrami spricht überlegt und wirkt geerdet – auch wegen seines Umfelds. Sein ­Vater ist Heizungsmonteur und sagt von sich, dass er gerne länger die Schule besucht hätte, vor allem aber ist ihm die sportliche (und nicht die finanzielle) Entwicklung der Karriere seines Sohnes wichtig. Diese ist ganz ansprechend. Als Sechsjähriger begann er in Regensdorf Fussball zu spielen, seit diesem Jahr ist er im Profikader von GC und seit dem Sommer Stammspieler. Das hat sich auch nicht geändert, als ­Murat Yakin Trainer wurde.
Dieser lobt Bajramis Spielverständnis und Geschwindigkeit: «Er versteht auf Anhieb, was ich ihm sage.» Was Yakin nicht sagt: Bei anderen Spielern muss er seine Ideen mehrmals erzählen, bis sie greifen. Anfang Saison spielt Bajrami noch als Sechser im Zentrum, seit Basic’ Rückkehr hat ihn Yakin leicht nach rechts ­geschoben. Basic gibt dem GC-Spiel Stabilität und mehr Physis, seine Präsenz tut den Zürchern gut.

Ein selbstbewusstes Schlitzohr

Doch auch Bajrami ist auf rechts ein Gewinn. Er hilft mit seinem Tempo gegen Lausanne, das Spiel zu entscheiden. Er prescht auf seiner Seite nach vorne und flankt, nach einem Abpraller trifft Jeffren. Kurz ­darauf hat er gar noch die Chance auf sein zweites Meisterschaftstor. Er ­umläuft bereits den Torhüter, hat aus spitzem Winkel das leere Tor vor sich und schiesst, doch entweder ist das Gras zu hoch oder der Schuss zu schwach. Der Ball verhungert, ein Verteidiger verhindert den Treffer.
Bajrami wirkt selbstbewusst, und in ihm wohnt ein Schlitzohr. Vielleicht deshalb sagt Captain Vilotic, eine seiner Aufgabe sei es, sich um die Jungen wie Pusic, Zesiger oder Bajrami zu kümmern und zu schauen, dass sie nicht übermütig werden, dass sie es «nicht übertreiben».
In der SRF-Doku wird Bajrami schliesslich auch zu seinen Träumen ­befragt. Er antwortet: «Ich will Stammspieler werden und dann ins Ausland ­gehen, vielleicht Deutschland, also mal schauen, woher meine Angebote kommen, wenn ichs schaff.» Punkt eins hat er geschafft, Punkt zwei ist auf dem Weg. Die Angebote werden kommen.

tagesanzeiger.ch
Zuletzt geändert von 1886 am 06.11.2017 02:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nedim Bajrami & Petar Pusic

Beitragvon 1886 » 06.11.2017 02:00

Nedim Bajrami – eine Entdeckung

Der 18-Jährige ist ein Talent der Grasshoppers, das es aus dem Nachwuchs in die 1. Mannschaft geschafft hat. Auch die Schweizer Juniorenauswahlen profitieren von ihm, dem Nachkommen mazedonischer Einwanderer.

Ende September dürfte den Verantwortlichen im Grasshopper Club ein Stein vom Herzen gefallen sein: Sie schlossen mit dem 18-jährigen Nedim Bajrami einen Vierjahresvertrag ab. Vielleicht hatte geholfen, dass sein Vater in einem TV-Interview betonte, dass die Entwicklung seines Sohnes im Vordergrund stehe, nicht das Geld. Und diese Entwicklung ist vielversprechend.

Yakin: «Ein guter Junge»

Am Samstag gegen Lausanne-Sport öffnete der Captain der Schweizer U-19-Nationalmannschaft nach 70 Minuten mit einem Tempolauf den Raum, der es für GC möglich machte, den Führungstreffer zu erzielen. Jeffren traf, GC siegte 2:0.

Bajrami spielte gegen Lausanne so, wie es der Trainer Murat Yakin gefordert hatte: Er müsse das Kombinationsspiel der Waadtländer mit physischem Effort durchbrechen. Er sei «ein guter Junge», der stetig Fortschritte mache, sagte Yakin nach dem Spiel. Noch in der Rückrunde hatte Bajrami unter vielen Jungen im Abstiegskampf gespielt, und oftmals war Überforderung auszumachen. Es war die schwierige Zeit, als bei GC der Niedergang drohte und das Team nach dem Weggang des Schweden Kim Källström Orientierung suchte.

Weiter vorne, rechts auf der Seite

Nun ist die Orientierung wieder da. Unter Yakin steht die Struktur eines Teams am Anfang von allem. Bajrami spielte gegen Lausanne nicht mehr im zentralen Mittelfeld auf einer Sechser-Position, sondern weiter vorne, rechts auf der Seite. Er hat das Auge für den entscheidenden Pass in die Tiefe, kann aber auch selber Räume suchen. Auf der neuen Position könnte er für GC wertvoll werden. Der Captain Vilotic sagt: «Bajrami ist ein netter Kerl mit unglaublich viel Begabung. Es ist jetzt an mir, ihn zu führen.» Vilotic und Yakin – es gibt schlechtere Helfer auf dem Weg, ein herausragender Spieler zu werden.

Bajrami ist in der Schweiz aufgewachsen, sein Grossvater kam vor vielen Jahren von Mazedonien in die Schweiz. Zu ihm hat Bajrami ein inniges Verhältnis. Nach einem Schlaganfall ist der Grossvater auf Hilfe angewiesen, Bajrami besucht ihn oft.

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