Moderator: gak-wolfi
Das Spiel der Spiele46
Am Samstag steigt in Villach das absolute Spitzenspiel der Runde. Der VSV empfängt den GAK. Hier geht es zum Head-to-Head. VSV-Clubmanager Peter Hrstic und GAK-Vizepräsident Raimund Pock gaben regionalliga.at ein ausführliches Interview vor dem Duell zwischen den beiden besten Teams der Liga.
Der VSV empfängt den GAK im Spitzenspiel der Runde.
Am Samstag den 08. Oktober um 18:00 Uhr ist das Stadion Villach/Lind der Schauplatz, wo mit dem VSV und dem GAK die beiden stärksten Teams der Liga aufeinandertreffen. Die Grazer haben nach einem nahezu perfekten Start sechs Punkte Vorsprung auf den Aufsteiger aus Kärnten. Die Villacher gewannen bisher alle fünf Heimspiele, der GAK alle fünf Auswärtsspiele. Mehr Spitzenspiel geht nicht!
Auf Seiten des VSV sieht man sich in der Außenseiterrolle, wie Clubmanager Peter Hrstic bestätigt: „Der ganz klare Favorit heißt GAK und für uns gibt es zwei Möglichkeiten. Wenn wir das Spiel nicht verlieren, dann bleibt die Liga spannend, bei einer Niederlage ist wohl eine Vorentscheidung gefallen. Wir werden alles unternehmen, um ungeschlagen zu bleiben. Leider haben wir mit einigen Personalsorgen zu kämpfen, deshalb wird es ein Spitzenspiel unter anderen Voraussetzungen. Beim Kader muss der Trainer etwas aus dem Hut zaubern, es gibt aber kein Raunzen bei uns.“
Beim GAK hat man ähnliche Ziele. Vizepräsident Raimund Pock meint im Vorfeld zum Spitzenspiel: „Wenn wir an die letzten Leistungen anknüpfen können, dann werden wir auch in Villach punkten. Wir wollen zumindest, dass der Abstand gleich bleibt. Uns wird das Spiel leichter fallen, weil der Druck klar beim Gegner liegt.“ Erfreut und auch etwas überrascht ist Pock vom bisherigen Saisonverlauf. „Die Tabellenführung ist auch ein Ergebnis der letzten Monate der Vorsaison. Nachdem wir nur ganz knapp gescheitert sind, haben wir uns alle gemeinsam vorgenommen, dass wir vom Start weg gute Ergebnisse liefern. Das Trainerteam leistet eine tolle Arbeit. Dieser derart gute Start war aber nicht zu erwarten.“
Auf alle Fälle kann man in diesem Schlagerspiel einen Besucheransturm erwarten. In Villach ist man darauf vorbereitet, die organisatorischen Hürden wurden bei den Kärntnern genommen. VSV-Clubmanager Hrstic: „Organisatorisch ist alles im grünen Bereich. Wir haben zwar große Auflagen von der Stadt Villach und der Polizei bekommen, aber die Kosten sind uns egal. Es wartet mit Sicherheit das Spiel des Jahres auf uns.“ Konkret heißt das für die GAK-Fans folgendes: „Gegenüber der Haupttribüne bis rechts zur Kasse haben 1000 Leute Platz. Dieser Bereich ist speziell für die Fans der Grazer, wobei ich mit 500 bis 800 rechne. Insgesamt wollen wir über 2000 Zuschauer haben und wenn die Leute nach den 90 Minuten zufrieden aus dem Stadion gehen und sagen, „toll, dass wir bei diesem Match im Villacher Stadion dabei waren“, dann sind wir auch zufrieden. Es wird ein hochinteressantes Duell, bei dem ganz klar der Fußball im Vordergrund stehen soll.“
GAK-Vizepräsident Raimund Pock richtet noch einmal das Wort an die eigenen Fans. „Ich gehe davon aus, dass uns weit mehr Fans nach Villach begleiten werden. Auf der Gegenseite haben 600 bis 700 Leute einwandfreie Sicht, deshalb sollte man früh genug anreisen, um einen geeigneten Platz zu bekommen. Damit möchten wir auch einem eventuellen Ärger rechtzeitig vorbeugen.“
GAK mit Nullnummer gegen Gleinstätten
Punkteteilung zwischen dem GAK und Gleinstätten nach einem 0:0 in der UPC Arena.
Ob gerecht oder ungerecht obliegt wohl dem Auge des Betrachters.
Am Einfachsten tut sich ein Schreiber eines Spielberichtes wenn die Protagonisten am Spielfeld die zu schreibende Geschichte reichlich vorexerzieren. So wie am Spielfeld agiert wird – so lässt es sich schreiben. Dem Schreibenden kommt die Rolle zu, das Gesehene entsprechend wahrhaftig wieder zu geben, wenig zu vergessen und bei Gott nichts zu erfinden.
Bei so einem Spiel wie heute tut man sich dann wirklich schwer. Die Vorzeichen vor dem Match standen nicht so schlecht. Auf der einen Seite der GAK: bisher noch unbesiegt, Vorzeigetorverhältnis, klarer Tabellenführer der Regionalliga Mitte. Auf der anderen Seite Gleinstätten. Die Gäste aus der Südsteiermark hielten bei null Punkten aus den letzten vier Spielen (bei einem Torverhältnis von 1:10). Entsprechend hoch waren somit die Erwartungen was den GAK betrafen. Doch der Euphorie wich ziemlich rasch die Ernüchterung, dass es doch keine so genannte „gmahte Wiesn“ ist wie gedacht. Die Gäste standen tief, machten schon ab dem Mittelfeld die Räume eng, standen dicht am Mann und liefen viel. Ein Umstand, mit dem der GAK lange nicht wirklich gut zurecht kam. Der Spielaufbau klappte bis zur eigenen Hälfte, ab dieser wurde es dann – aufgrund der defensiven Ausrichtung der Gäste - immer schwieriger für die Roten. Dementsprechend Mangelware waren auch die Chancen, die der GAK vorfand. Wenn die Roten vor das gegnerische Tor kamen, dann meist mit Schüssen, da der tödliche Pass in die Tiefe einfach nicht gelingen wollte, oder durch die Gleinstättener Defensive verhindert wurde. Symptomatisch: unsere Spitzen mit Rauter und Kollmann bewegten sich viel, hingen aber in der sprichwörtlichen Luft, was die Versorgung mit brauchbaren Bällen betrifft. Weder von der Mitte noch von den Seiten kamen brauchbare Bälle. Wirklich hitzig wurde das Spiel nur durch kleine Fouls, die vom Schiedsrichter-Trio mehr oder weniger geahndet wurden und somit die Betreuerbänke zum kochen brachten. Vom Prädikat „sehenswert“ war in Minute 31 ein artistischer Seitfallzieher von Kollmann, ein Torerfolg war aber leider nicht inkludiert. Danach hieß es dann wieder „Bitte warten“, bis es in der 43. Minute wieder eine gefährliche Torszene gab: Durlacher setzt sich an der rechten Seite durch, spielt den Ball in die Mitte, wo Kollmann dann leider aus kurzer Distanz am Gleinstättener Goalie Waltl scheitert. Wirklich zwingende Chance blieben aber – wenn man ehrlich ist - Mangelware bzw. waren in der ersten Halbzeit gar nicht vorhanden. So ging es mit einem gerechten 0:0 in die Halbzeit.
In der zweiten Halbzeit änderte sich anfangs nicht viel, auch wenn es Trainer Ceh mit einer entsprechenden Ansprache in der Pause krachen ließ. Lebhafter wurde unser Spiel vorerst dadurch nicht. In der 63. Minute durfte dann Brauneis anstelle von Kollmann (der bis dahin viele leere Kilometer gehen mußte) zu werke um sein Glück zu versuchen. Die Einwechslung von Brauneis brachte dann etwas mehr Schwung ins Spiel, wobei die Betonung mehr auf „etwas“ zu legen ist, denn auf „Schwung“. In der 65. Minute leitet Brauneis geschickt per Kopf auf Rauter weiter, doch dessen Schuss geht über statt in das Tor. Somit hieß es weiter warten auf den vollen Erfolg. Zumindest versuchten die Roten nun vermehrt aus der Distanz zu Punkten (bspw. Nutz in der 75. Minute) doch der Ball wollte einfach nicht dorthin, wo er hingehört - wobei sich Gleinstätten und Ex-GAK Keeper Waltl im Tor der Gäste auch nie wirklich in Szene setzen musste. Auf der Gegenseite nutzten die Gäste immer wieder Unachtsamkeiten im GAK Mittelfeld um ihrerseits ihre Visitenkarte bei Pösendorfer (der ansonsten zum Glück auch wenig beschäftigt wurde) abzugeben. Doch viel mehr als „harmlos & ungefährlich“ stand auf dieser Visitenkarte auch nicht.
Ab der 75. Minute versuchte der GAK dann alles nach vor zu werfen, um möglicherweise durch Zwang oder Zufall volle 3 Punkte mitnehmen zu können. Und obwohl die Gäste durch ihre Defensivarbeit viele Kilometer abspulten, wurden sie auch nicht müde und vermieden die davon erhofften Fehler. Wirklich hitzig wurde das Spiel durch die vielen kleinen offenen, oder auch versteckten Fouls, die durch das Schiedsrichtergespann mal mehr mal weniger geahndet wurden und auch den Spielfluss immer wieder völlig unterbrachen bzw. jedes kleine Feuer von Spiellaune schon im Keim erstickten. Bezeichnend dafür vielleicht die Szene aus der 93. Minute: Waltl im Tor lässt sich angenehm Zeit den Ball in seine Hände aufzunehmen, woraufhin Brauneis den gegnerischen Torwart fair attackiert. Waltl lässt sich theatralisch fallen - Gelbe Karte für Daniel Brauneis! Wie gesagt: ein Beispiel aus vielen solcher kleinen Scharmüzel auf beiden Seiten.
Mit dem Schlusspfiff machte sich auf Seiten der Roten Ernüchterung breit, während Gleinstätten den einen Punkt wie einen Sieg feierte. Konklusio: aufgrund der fehlenden zwingenden Chancen und der Hilflosigkeit des GAK, die notwendigen Akzente setzen zu können, geht dieses Unentschieden wahrscheinlich in Ordnung.
Stimmen zum Spiel konnten wir keine einfangen, sonst hätten wir ob der geladenen Stimmung eine „eingefangen“. Aber vielleicht war es das korrekte Unentschieden zur richtigen Zeit? Und arithmetisch gesehen ist ein Punkt immer besser als keiner - zumal unser Tabellennachbar aus Kärnten heute volle 3 Punkte mitnehmen konnte.
Grazer AK – SV Gleinstätten 0:0,
UPC Arena,
3650 Zuschauer;
Grazer AK:
Pösendorfer - Fink (58. Steiner ), Kammerhofer, Deutschmann, Schilling - Durlacher , Hofer, Nutz, Murg - Kollmann (63. Brauneis ), Rauter;
SV Gleinstätten:
Waltl - Kasch (63. Anhell), Trummer , Bevab , Hutter (57. Strablegg-Leitner) - Hajduk, Götz , Hasler , Seiner - Rabko (38. Thomann), Medjic;
Gelbe Karten: Durlacher, Steiner, Murg, Brauneis bzw. Trummer, Bevab, Götz, Hasler;
Altachfan hat geschrieben:2 Goals an seinem Geburtstag, der alte Kollmann kann es immer noch.
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