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Ing. Herbert Dvoracek ist neuer Präsident der Vienna

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Moderator: geronimo 1894

Ing. Herbert Dvoracek ist neuer Präsident der Vienna

Beitragvon geronimo 1894 » 27.05.2009 09:29



Tugenden, die auch im Fußball wichtigsind, brachten den 45-Jährigen Wiener auf die Siegerstraße: Fleiß,Beharrlichkeit und Einsatzwille. Nach dem Besuch der Volks- undHauptschule schloss Dvoracek eine Lehre als Kfz-Techniker ab. Balderkannte der einstige Helfort-Nachwuchskicker, dass mehr in ihm stecktund so absolvierte er im zweiten Bildungsweg die HTL fürElektrotechnik. Ganz atypisch schlug der kreative Kopf dieBeamtenlaufbahn ein - bei der für den Verkehr in Wien zuständigenMagistratsabteilung 46. Lang dauerte das "Gastspiel" bei der "Gmoa"allerdings nicht: zu gut lief die 1983 gemeinsam mit einem Schulfreundgegründete Firma "Basic Computer Systems AG" - 1986 "dienstentsagte" erschließlich bei der Stadt Wien und konzentrierte sich ganz auf seineexpandierende Firma, die bald 400 MitarbeiterInnen beschäftigte. Demmittlerweile erfolgreichen und umtriebigen Geschäftsmann wurdeschließlich die österreichische Generalvertretung von Acer angetragen,die er später auch übernehmen sollte.

Breites Spektrum: Naturkosmetik, Immobilien, Raumstation MIR, Mass Response

Der an der WU ausgebildete Controller liebt Herausforderungen - dasAusruhen auf erworbenen Lorbeeren ist und war Dvoraceks Ding nicht.Lief einmal eines seiner Unternehmungen wie am Schnürchen, suchte erein neues Betätigungsfeld. So versuchte er sich - meist äußersterfolgreich - in verschiedenen Sparten: von derStutenmilch-vertreibenden Naturkosmetik-Firma, über einImmobilienunternehmen, das ein 100-Millionen-Euro-Projekt in Bratislavaabwickelte, bis zu einer Entwicklungsabteilung, die etwaSpezialausstattungen aus Gold für die russische Raumstation MIRfertigte, reichte das Spektrum des erfolgreichen Geschäftsmannes. DieAktivitäten des "Goldhändchens" blieben nicht lange unentdeckt und sowar der Name Dvoracek in der Branche bald in aller Munde - erfolgreicheWirtschaftsunternehmungen wie die Soravia-, die Taus-, die BAWAG-Gruppesowie der weltweit agierende Computerkonzern Apple bekundeten ihrInteresse an einer Zusammenarbeit mit dem erfolgreichenJungunternehmer. So wurde er mit dem Aufbau des alternativenTelekomanbieters M.I.T. Telekom beauftragt, den Dvoracek als dessenVertriebschef erfolgreich an die Börse brachte. Die Vorgaben der Eignerübererfüllte der harte Arbeiter derart gut, dass ihm die Firmenleitungvom Angestellten zum Beteiligten machte. Nach der erfolgreichen Fusionmit Cybertron verkaufte er seine M.I.T.-Anteile und ließ sich dieHälfte des Gegenwerts in Cybertron-Aktien abgelten. Am Höhepunkt desCybertron-Hypes trennte sich der gevifte Taktiker von seinemAktienpaket, da es unterschiedliche Auffassungen über die Ausrichtungder Firma gab. Danach nahm er sich - nach einem kurzen Intermezzo beipressetext.austria - eine einjährige Auszeit. Müßiggang schmeckte demumtriebigen Jung-Opa aber gar nicht und so übernahm er die Position desCEO bei der 4Call Technology AG. Nach seinem Ausstieg 2003 wurde erGeschäftsführer bei deren Tochtergesellschaft "Mass Response", einemTelekom-Unternehmen, das sich auf den neuartigen GeschäftsbereichTelefon/SMS-Interaktion spezialisierte. Der Erfolg gab Dvoracek auchhier recht: Televotings waren bald ein beliebtes Interaktionsinstrumentzwischen Medienunternehmungen und ZuseherInnen. Die Geschäftsidee derjungen Firma war so zündend, dass die Deutsche Telekom (nun T-Com) überihre Tochter "digame.de" 51 Prozent an "Mass Response" erwarb. Seitherwickelt die 17-Mann-Firma in Floridsdorf sowohl für deutsche als auchösterreichische Medienunternehmen Televotings und ähnlicheInteraktionsaufträge ab: "Wer wird Millionär", "Die Burg", "BigBrother" und "Star Academy" um nur einige zu nennen. Die bisher größteHerausforderung stellte die Abwicklung des Telefonvotings beim letztenEurovisions-Songcontest dar, bei dem Resultate aus 35 europäischenLändern im Bürogebäude in der Schlosshoferstraße zusammenliefen.



Der Vergleich mit Austria-Mäzen Frank Stronach ist nicht ganz vonder Hand zu weisen: Herbert Dvoracek ist - ähnlich dem steirischenWerkzeugmacher im violetten Zwirn - den steinigen Weg gegangen. Auseinfachen Verhältnissen kommend, schaffte er den Sprung an die Spitzeeines Unternehmens, das mittlerweile weit über die Grenzen Österreichshinaus agiert. Ähnlich wie beim Magna-CEO schlägt auch Dvoraceks Herzfür den Fußball. Anders als der spendable Austro-Kanadier stecktDvoracek sein Geld aber ausschließlich in den Nachwuchs. Demsechsfachen Vater liegt die Jugendförderung sowie die Vermittlung vonWerten, die man als Jugendlicher in Mannschaftssportarten relativ frühvermittelt bekommt, besonders am Herzen. In der gemeinsamenVerarbeitung von Erfolgen und Misserfolgen, der Stärkung desGemeinschaftsgefühls sowie der sinnvollen Freizeitgestaltung siehtDvoracek eine Art Lebensschule, die er finanziell gerne unterstützt.Auf den sportlichen Erfolg - und darin unterscheidet er sich wohl amgravierendsten vom Austria-Gönner - kommt es ihm nicht an. Einen seinerLeitsprüche, der ihm im Geschäftsleben stets weiterbrachte, legt erauch den Jungkickern ans Herz: "Akzeptiert, dass es immer einenBesseren geben kann, aber lasst nichts unversucht, das eigene Potenzialauszuschöpfen!"

Erste Sponsoring-Erfahrungen machte Dvoracek übrigens durch seineBekanntschaft mit Dr. Helmut Marko - so kam es zur Förderung desvielversprechenden österreichischen Rennfahrers Karl Wendlinger. MitFußball-Sponsoring kam er erstmals in den frühen 90er Jahren inBerührung: Der kürzlich viel zu früh verstorbene Heinz Havelka sowieWalter Nettig gewannen Dvoracek für die Vienna, bei der er sich zweiJahre finanziell engagierte. Neuerliche Berührungspunkte mit Wiensältestem Fußballklub gab es 1999 - in diesem Jahr startete DvoraceksSohn Niko seine Fußballer-Laufbahn bei den Blau-Gelben.

quelle: wienersportklub.at
In der Vergangenheit (die nun für immer verloren ist) gab es eine Zeit, in der ein freier Krieger von Horizont zu Horizont über die Rücken der Büffel laufen konnte. In dieser Zeit spürte ich im Herzen, dass es Veränderungen geben würde.
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geronimo 1894
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