von FC_WELS » 25.12.2008 19:15
Wels plant Fußballarena - Wels
Knalleffekt bei der Rundschau-Sportdiskussion im vollbesetzten Sportheim des FC Wels: Vizebürgermeister Hermann Wimmer präsentierte völlig überraschend einen neuen Stadion-Plan.
Vor wenigen Wochen meinte Wimmer noch, dass sich Wels den Neubau eines Fußball-Stadions nicht leisten könne. Deshalb schien der Ausbau des alten Askö-Eintracht-Platzes (Sauerbruchstraße) in eine bundesligataugliche Sportstätte schon beschlossene Sache zu sein. Sogar im Budget der Stadt sind dafür zwei Millionen Euro vorgesehen. Doch nun macht sich Wimmer für eine moderne Fußball-Arena in Autobahnnähe stark.
Vier Sportplätze sollen verkauft werden
Er will vier bestehende Fußballplätze verkaufen und zum Teil in Baugrund umwidmen lassen. Der Erlös soll in den Neubau eines modernen Stadions fließen. Betroffen von Wimmers Verkaufsplan sind das Union-Stadion (Eigentümer Union-Landesverband), die Union-Anlage beim Wirt am Berg (Eigentümer Stadt Wels), der ehemalige Eintracht-Platz (Eigentümer Askö-Landesverband) und der Blaue-Elf-Fußballplatz mit dem Ernst-Neuhauser-Sportheim (Eigentümer Askö Wels). Einzig beim Askö-Eintracht-Platz soll im dichten Wohnungsgebiet ein Spielfeld für die Förderung der Fußballjugend erhalten bleiben.
Als Sportreferent der Stadt will Wimmer die neue Fußball-Arena mit rund 5000 Sitzplätzen in gut zwei Jahren verwirklicht wissen: „Allerdings müssten die Dachverbände Askö und Union beim Projekt mitspielen.“
Zweiter Standort im Osten der Stadt
Erste Standortwahl für das neue Stadion ist eine riesige Grünfläche in Wimpassing, direkt neben dem vorgesehenen Autobahnanschluss (gegenüber Firma Prillinger). Zweite Option wäre ein Grundstück im Osten der Stadt (Pernau, Mitterhoferstraße) neben der Bundesstraße, ebenfalls in Autobahnnähe.
Fix ist für Wimmer: „Es muss bei der Fußball-Arena eine perfekte Infrastruktur geben. Dazu gehören auch Trainings- und ausreichende Parkplätze in unmittelbarer Stadionnähe.“ Obmann Karl-Georg Holter sieht durch das Stadion-Projekt für „seinen“ FC Wels eine neue sportliche Perspektive. Dann wäre für uns auch der Aufstieg in die Bundesliga möglich.“
„Ein eigener Sponsorpool würde für alle Spitzenvereine von Vorteil sein“
Geschäftsführer Gerhard Zettler (Wels-Strom) liefert bei der Rundschau-Initiative Ideen, wie die Funktionäre das Interesse bei Sponsoren wecken und ihre Finanzprobleme lösen könnten.
„Ich kenne in Wels keinen Spitzenklub, dem es finanziell gut geht.“ Diese Aussage von Vizebürgermeister Hermann Wimmer im Vorfeld der Rundschau-Sportdiskussion war für Geschäftsführer Gerhard Zettler (Wels-Strom) Anlass, sich Gedanken über die Zukunft des Welser Spitzensports zu machen. Seine Idee: „Ein eigener Sponsorpool würde für alle Spitzenvereine von Vorteil sein.“
„Sie haben Angst, dass sie überrannt werden“
Am Podium begründete dies Zettler so: „Für die Sportvereine ist der Zugang zur Industrie ein schwieriger. Er funktioniert in der Regel nur über eine persönliche Beziehungsebene. Wenn etwa die Kinder der Firmenkapitäne in den Vereinen sporteln. Dann wird‘s der Papa meistens richten. Ich habe mich vor dieser Veranstaltung mit einigen Unternehmern bezüglich Sponsoring unterhalten. In Wels gibt es den einen oder anderen Kapitän, der könnte das Spitzensport-Sponsoring aus der Portokassa zahlen. Doch was ist deren Antwort? Die haben alle Angst, dass sie überrannt werden von den anderen Vereinen. Das wollen die nicht.“ Deshalb sei Zettlers Antwort, einen Pool zu bilden: „Einige Betriebe sind mir da schon im Wort.“
„Ganz wichtig ist, Netzwerke schaffen“
„Ein anonymer Sponsorpool wäre ein Super-Weg. Hier könnte etwa mehrere Sparten wie Basketball, Fußball, Handball oder Radsport unterstützt werden“, ist Zettler überzeugt, dass man fünfstellige Euro-Beträge locker lukrieren könnte. Der Sport lebe nicht von Zuschauereinnahmen. Man müsse deshalb Netzwerke schaffen.
Ein Einzelkämpfer in Sachen Sponsoring war Wolfgang Fasching aus Neukirchen. Der dreifache Race-Across-America-Siege: „Ich hatte einen Hauptsponsor – und den zwölf Jahre lang. Das war für mich kein Sponsor, sondern ein Partner.“
Wels, dass wird die 3. Kraft in OÖ nach Ried und Lask, denn wir haben ja Potential, meint Lenz von Fc Wels !