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WM-Fazit

Allgemeines zur Fußball Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika! Qualifikationsspiele des ÖFB-Teams, Vorberichte usw.

Welche Note gibst du der FIFA WM 2010 ?

Umfrage endete am 13.08.2010 08:49

Sehr gut
2
15%
Gut
6
46%
Befriedigend
5
38%
Genügend
0
Keine Stimmen
Nicht Genügend
0
Keine Stimmen
 
Abstimmungen insgesamt : 13

WM-Fazit

Beitragvon Metmaner » 12.07.2010 21:59

Nun, da die WM vorbei ist, möchte ich abschließend nochmal meinen persönlichen Senf dazugeben und meine Eindrücke schildern, nicht aber von den Mannschaften oder Leistungen einzelner, sondern von allem drum herum, von Organisation bis Schiedsrichter - sonst könnte man hier ja seitenweise Mannschaften erklären und analysieren.

Es war schön zu sehen, dass es Südafrika geschafft hat eine Weltmeisterschaft auf die Beine zu stellen und das sie rechtzeitig mit den Stadien fertig geworden sind. Die Stadien waren schön und auch der Rasen meist in gutem Zustand. Das Problem der mangelnden Sicherheit hat man nicht erkennen können, denn es war bei jedem Spiel ausreichend Personal dabei, welches seine Aufgabe sehr gut gemeistert hat. Südafrika hat sich also als würdiger Gastgeber erwiesen und es hätte mich sehr gefreut, wenn deren Nationalmannschaft noch ein wenig weitergekommen wäre, was bei dieser Gruppe aber eigentlich unmöglich war von vornherein.

Wer sich für mich persönlich in ein sehr schlechtes Licht gestellt hat bei dieser WM war auf jeden Fall die FIFA. Ich halte immer weniger von diesem großen Verband, weil sie sich immer unbeliebter machen. Südafrika hat sich bei den Kosten für die Stadien wohl ein bisschen unterschätzt und hat insgesamt bei dieser WM einen finanziellen Verlust erlitten, was gerade diesem Land natürlich nicht zu Gute kommt. Die FIFA kassiert durch Fernseh-, Werbe- und Allerweltsverträge über Milliarden € und kann diesem Land nicht das Geld geben, damit die wenigstens den Verlust kompensieren können? - Das ist wirklich ganz schwach, was die FIFA da zeigt. Zudem kommt ja, dass man nicht sagen kann, dass die erbauten Stadien eine Zukunftsinvestition sind, denn für den Fußball in Südafrika wird sich nach dieser WM nichts verändern.

Auch die auffallend schlechten Schiedsrichterleistungen sind sehr schön auf den Verband zurückzuführen. Wer eben meint, er müsse aus jedem witzigen Land einen Schiedsrichter mitnehmen, der muss ja völlig blöd sein. Es ist doch logisch, dass ein Schiedsrichterteam aus Usbekistan niemals das Niveau eines deutschen Schiedsrichtergespanns hat. Klar darf man keine Länder bevorzugen bei so einer Auswahl, aber es wäre ja im Sinne des Fußballs und Schiedsrichter die in internationalen Top-Ligen aktiv sind, sind da einfach besser geeignet. Was zB die Linie eines Schiedsrichters angeht kann das ja völlig egal sein, aus welchem Land derjenige kommt, aber man hat deutlich gemerkt, dass die "guten" Schiedsrichter wesentlich besser Abseits gesehen und gepfiffen haben, dass war ja bei einigen anderen Kollegen wirklich unter aller Sau. Und was einige lustige rote Karten angeht: Ein Werk der FIFA. Urs Meier hat das mal schön gesagt. Voraus geht das Beispiel des nicht geahndeten Ellenbogenchecks im Spiel der USA und schon beruft die FIFA am selbigen Tag ein Schiedsrichtertreff. Die Szene wird gezeigt und es wird eindeutig betont, dass man bei jeglicher Art von Ellenbogeneinsatz die rote karte zücken müsse, damit sowas nicht mehr passiert. Am nächsten Tag ist es dann soweit: Gourcouff mit einem Mini-Ellenbogeneinsatz und schon gibts die rote Karte. Dann ist gleich der Schiedsrichter schuld, aber wie soll er denn anders handeln, wenn er es sieht und pfeifft und an das Treff vom Abend davor denkt? - Das nur als ein Beispiel.

Das Ganze führt dann natürlich zu der jährlichen Diskussion: Chip im Ball? Videobeweis? - Ich bin von sowas ja kein Freund, da der Fussball von genau dieser Dramatik lebt. Die Videobeweis kam ja hauptsächlich auf, weil viele Abseits-Fehlentscheidungen getroffen wurden und ich bin der Meinung, dass ein gutes Schiedsrichtergespannt das ganze so im Zaum halten kann, dass so eine Diskussion nicht aufkommt. Ich kann mir den Videobeweis einfach nicht vorstellen, bin mal gespannt ob das was wird. Zu dem Chip im Ball...vielleicht passt es ja perfekt rein in den Jabulani, ein perfekter runder Ball mit einem integrierten Chip und eigener Flugfunktion. In ein paar Jahren hat der Ball eine integrierte Kamera, damit man das Spiel aus der Sicht des Balles verfolgen kann. Ich will einfach einen alten guten Lederball!

Zu all dem kommen natürlich auch noch der tolle ADIDAS-Flatterball und diese nervigen Vuvuzelas. Früher hat man es immer geschafft einen guten Ball herzustellen und jetzt versucht man plötzlich über höchste Technologie den rundesten Ball den es jemals gab zu kreiren und mit welchem Nebeneffekt? - Er flattert. Am Anfang hab ich das ganze eigentlich nur als Gag verstanden, da es genau meist die Spieler waren, die bei Nike unter Vertrag standen und sich beschwert haben, aber man hat es ja sowas von oft gesehen, wie eklig dieser Ball flattert. Der Schuss von Schweinsteiger auf den uruguayischen Torwart zB. Klar war es vielleicht auch Unvermögen seitens des Keepers, aber in der Zeitlupe hat man ja gesehen, dass der Ball ganz unangenehme Bewegungen drinnen hatte und ich bin der Meinung, dass genau das Schuld war. Ich versteh nicht, warum man nicht einfach die Fußbälle wieder normal herstellt und dann passiert da auch nichts weiter, aber es heißt ja, dass ADIDAS den Ball mit Absicht so gemacht hätte, damit mehr Tore fallen. Kann mir aber auch nicht wirklich vorstellen, dass da was dran ist.
Zu dem ganzen Vuvuzela-Hype kann ich eigentlich nur sagen, dass das ja schöne afrikanische Tradition ist, aber mir persönlich überhaupt nicht gefällt. Lieber Fangesänge, als dieses Gehupe, was ja nicht nur schlecht für die Ohren, sondern auch für die Luftröhre ist.

Was bei dieser WM natürlich auch sehr auffällig war, war dieses zwanghafte Anpassen der Mentalitäten, was mir ebenso überhaupt nicht gefällt. Bestes Beispiel sind für mich einfach die afrikanischen Mannschaften, denn nur eine der afrikanischen Mannschaften hatte einen afrikanischen Trainer und genau die sind am weitesten gekommen und hätten noch mehr schaffen können. Die afrikanischen Teams versuchen immer mehr europäische Trainer zu haben, damit man auch dieses taktische und disziplinierte reingedrückt kriegt und dann mehr Chancen hat, aber ich bin da ein absoluter Gegner von - v.a. bin ich aber der Meinung das europäischer Trainer die Mentalität der Afrikaner oder Asiate auch nicht verstehen können. Bestes Beispiel für diesen Taktik-Wahn war für mich Brasilien, die mMn einfach kein gutes Turnier gespielt haben. Zu ihren Glanzzeiten haben sie die Titel auch gewonnen, in dem sie die Welt verzaubert haben, also warum nicht mehr?

Was ich auch sehr krass fand, war das eigentlich alle Mannschaften mit einem 4-5-1 System gespielt haben. Dieser Trend ging ja 2006 schon ein bisschen rum und 2008 auch, aber das er sich jetzt so durchgesetzt hat finde ich sehr schade. Ein 4-5-1 ist mit Sicherheit taktisch gesehen am schlausten, v.a. wenn man erstmal hinten dicht machen will, aber es macht einfach keinen Spass die Stürmer da vorne verhungern zu sehen. Keine Mannschaft traut sich mehr bei so einem großen Turnier mit einem einfach 4-4-2 aufzulaufen, als sei es zu offensiv. Als bräuchte man unbedingt 5 Spieler im Mittelfeld die nach hinten arbeiten. Das setzt sich ja langsam auch bei Auswärtsspielen in der CL durch. Wären bei dieser WM einige Mannschaften ein bisschen "mutiger" aufgetreten, dann hätten wir bestimmt mehr Tore gesehen und v.a. mehr Überraschungen. Genau die Art von Fußball, die man immer Deutschland in die Schuhe schieben wollte tritt nun bei den meisten Nationen ein und dieser Minimalisten-Fußball ist irgendwie schwer zu ertragen. Klar will man bei so einem Turnier aufpassen und nicht das große Risiko eingehen, aber irgendwie fand ich diese WM sehr schwer anzusehen. Sie lebte ja am Ende eigentlich nur von der Finalrunden-Dramatik und das finde ich sehr schade.
Auch Einzelspieler haben bei dieser WM völlig an Bedeutung verloren. Für mich bleibt zwar klar, dass in den Vereinen und im Liga-Alltag genau die wieder den Unterschied machen werden, aber man hat bei diesem Turnier schön gesehen, was möglich ist, wenn man sich gegen solche Spieler richtig wehrt. Ein Ronaldo oder ein Messi sind einfach völlig untergegangen und genau das hat man halt auch diesem 4-5-1 zu verdanken, wo solche Spieler immer gedoppelt werden können. Es kam sehr gut raus, wie viel ein Mannschaftszusammenhalt ausmacht (siehe Uruguay) und es ist ja auch mal schön zu sehen, dass Spiele keine One-Man-Show sind.

So, das wars erstmal von mir, ihr könnt ja auch sehr gerne euer eigenes WM-Fazit stellen oder das meinige kritisieren und zermürben. Vielleicht fällt mir aber auch noch was ein, was ich hinzufügen könnte.
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Re: WM-Fazit

Beitragvon Nightfire_01 » 12.07.2010 22:07

Danke Metmaner für dein ausführliches Fazit.
Habe es gelesen, ich finde bei einigen Dingen, bei den meisten hast du volkommen recht,
zb. mit der geldgeilheit der Fifa, der Taktik und und und
andere wiederum bin ich nicht zu 100% deiner Meinung.
Zb. mit den Schiedsrichtern, denn genau dieser Herr aus Uzbekistan hat Sensationell gepfiffen, und andere Europäische (Auch der Deutsche Stark) waren eine einzige Katastrophe.

Aber näher möchte ich da auch gar nicht darauf eingehen, weil jeder hat seine Meinung!

Mein persönliches WM Fazit werde ich aus Zeitgründen später dann Online stellen
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Re: WM-Fazit

Beitragvon GwReÜiNß » 12.07.2010 22:13

Nightfire_01 hat geschrieben:andere wiederum bin ich nicht zu 100% deiner Meinung.

Zb. mit den Schiedsrichtern, denn genau dieser Herr aus Uzbekistan hat Sensationell gepfiffen, und andere Europäische (Auch der Deutsche Stark) waren eine einzige Katastrophe.


Ich denke das waren einfach nur i-welche Beispiele (ohne wirklich drüber nachgedacht zu haben wer welche Leistung geboten hat). Zumindest habe ich es so interpretiert.

@Metmaner: Danke für dein ausführliches gutes Fazit.
Das mit der Anpassung find ich auch genauso blöd. Einerseits das vor allem mit den afrikanischen Teams und Brasilien. Andererseits auch, dass man im Falle eines Spiels gegen Spanien einfach die eigenen Stärken weglässt, und sich nur auf den Gegner einstellt.. Das ist eine Taktik, wenn man nur knapp verlieren will... Aber nichts wenn man gewinnen will.. Denn ein Tor fängt man sich leicht.. Und wenn man nur den Gegner spielen lässt ist es nur eine Frage der Zeit bis man eins bekommt.

Und an das System: I-wie find ich es blöd, da der einzige Stürmer eigentlich auch immer zugedeckt ist mehr oder weniger.. Und somit viele Tore von Mittelfeldspielern erzielt werden. Aber andererseits wird so viel herumgespielt. Aber insgesamt find ich ein System mit 2 Stürmern die von den Mittelfeldspielern gefüttert werden besser.
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Re: WM-Fazit

Beitragvon Metmaner » 12.07.2010 22:38

Schön, das ich dank guter Interpretation die Möglichkeit habe mich bei meinem Usbekistan-Beispiel rauszureden , aber nein ich muss dazu sagen, dass ich den Mann bewusst gewählt hab, weil er mir noch vom Spiel um Platz 3 in Erinnerung war. Das mit den Schiedsrichterleistungen bezog sich eben mehr auf Abseits-Entscheidungen, als auf die Linie des Schiris. Ein Howard Webb hat mich persönlich im Endspiel nicht überzeugt und man weiss ja auch aus England, dass er manchmal gerne minutenlang mit Spielern redet, aber so ist er eben. Der Schiri aus Usbekistan war mit Sicherheit kein Schlechter, doch was da von Anfang an schon wieder an Abseits-Entscheidungen drinnen war fand ich schon auffällig. Da gab es beim englischen Gespann glaube ich keine einzige Fehlentscheidung im Finale und genau das meinte ich. Die sind das hohe Tempo ja auch gewohnt aus den Top-Ligen.
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Re: WM-Fazit

Beitragvon ddonk.com » 12.07.2010 23:44

Fans, Presse, Öffentlichkeit, Vereine, Spieler.....Sie alle und noch mehr sind Schuld, dass so ein Fußball geboten wird, denkt mal drüber nach. Warum? Weil einzig und allein nur mehr der Erfolg zählt. Jeder möchte erfolgreich sein, egal um welchen Preis.....Stellen wir uns dafür hinten rein?Okay! Opfern wir einen kreativen Spieler für ein erfolgsversprechenderes System? Na klar!! Selbst, wenn ein Verein, ein Trainer usw. gut gearbeit haben und die Leistungen auch oft beachtlich, ist nicht der maximal mögliche Erfolg eingetreten, sieht dies die Öffentlichkeit als gescheitert an.

Bsp Österreich unter Teamchef Brückner!! Kein Lebender Mensch in Österreich, konnte sein Fachwissen vorweisen oder annähernde Erfolge vorweisen. Man schlug Frankreich in der Quali und holte gegen Italien ein X. Gleich glaubte man in Österreich die Qualifikation ist Pflicht, und eine Fußballgroßmacht.....Oder während der EM noch nie bei einer teilgenommen, und 08 auch nur weil Veranstalter, glaubten welche wirklich man müsste dieses Turnier sogar gewinnen(sogar Spieler von Österreich äußteren sich in diese Richtung)
Und die Situation in anderen Ländern dieser Welt ist nicht anders....Man nehme nur die Superstars dieser WM. Wo war Ronaldo???Kaka??Messi usw. Man hat uns eingeredet diese Stars können alles...Spiele alleine entscheiden, sie sind genial usw. ein gefakedes Ronaldinho Vide(mit Lattenschüsse) geht um die Welt und jeder glaubt er ist wirklich ein Wundermann. Die Menschen wollten schon immer an Wunder und Halbgöttern glauben.Es ist kein Problem dieser WM, dass schlechter und unfairer Fußball geboten wurde, es ist ein gesellschaftliches Problem einer schlechten und unfairen Welt. Wir sind selbst Schuld mit unseren fatalen Erwartungshaltungen.
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Re: WM-Fazit

Beitragvon ddonk.com » 12.07.2010 23:46

Was ich vergessen habe: Versteht mich nicht falsch Erfolg ist okay sogar sehr erstrebenswert doch nachhaltiger und gesunder Erfolg kann nur erreicht werden, wenn man sich Werten und Prinzipien unterwirft.....
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Re: WM-Fazit

Beitragvon GrafZahl04 » 13.07.2010 08:50

Daraus eine Umfrage gemacht! =)
Toooooooooooooooooor! Das ist endlich der erste Satz für Schalke! Raul nutzt den ersten Satzball zum 6:2. Jurado stürmt in der Mitte durch, stopft den Ball dann in eine Abwehrlücke, die in etwa so groß ist wie ein Hubschrauberlandeplatz, Raul nimmt den Ball mit, könnte ihn dann einfach einschieben, will aber noch ein bisschen Spaß haben, kurvt deshalb um Cesar und schiebt ihn dann rein
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Re: WM-Fazit

Beitragvon Nightfire_01 » 13.07.2010 10:36

GrafZahl04 hat geschrieben:Daraus eine Umfrage gemacht! =)


Habe die Umfrage nochmal bearbeitet
Denn leider war meine Meinung zur WM in den 3 Möglichkeiten nicht enthalten

Habs auf Schulnotensystem umgestellt, ich hoffe das ist ok ?
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Re: WM-Fazit

Beitragvon Falkenfan1 » 13.07.2010 10:38

ich stimme für gut
es war keine sehr gute wm, das bei weitem nicht, aber sie war gut
wir haben viel spannendes erlebt, viele sensationen
viele emotionen, was bei einer wm ja auch sehr wichtig ist

wenn ich so zurückblicke, wenn man die erste woche der wm streicht, kratzt es sogar an einem sehr gut
aber so habe ich mich für die 2 entschieden
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Re: WM-Fazit

Beitragvon GrafZahl04 » 13.07.2010 18:38

Positiv aufgefallen ist: Sicherheit wurde gross geschrieben....sehen wir mal von kleineren Ausnahmen ab! Die zweitjüngste Mannschaft im Turnier holt Platz 3. Ein junger Bursche aus Bayern stiehlt den etablierten TopStars fast die Show!

Punktabzüge für -> die anfänglichen Torwartenpannen, schweren Schiri Fehlentscheidungen, Nationalmannschaften die "streiken", gefühlte acht verschiedene defensiv Systeme, Fangesänge waren in 2/3 der Spiele nicht heraus zu hören, in vielen Spielen waren viele freie Plätze zu sehen sogar in den Semi Finals!

Daher gebe ich ein:


befriedigend
Toooooooooooooooooor! Das ist endlich der erste Satz für Schalke! Raul nutzt den ersten Satzball zum 6:2. Jurado stürmt in der Mitte durch, stopft den Ball dann in eine Abwehrlücke, die in etwa so groß ist wie ein Hubschrauberlandeplatz, Raul nimmt den Ball mit, könnte ihn dann einfach einschieben, will aber noch ein bisschen Spaß haben, kurvt deshalb um Cesar und schiebt ihn dann rein
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Re: WM-Fazit

Beitragvon Joker » 13.07.2010 20:20

Also ich kann dem Fazit weniger zustimmen. Grad die Schiridiskussion finde ich echt schwach.
Sorry aber der Engländer und der Franzose waren Katastrophe. manche Exoten (unteranderem auf jeden Fall der Usbeke) waren wesentlich besser. Aber ganz ganz sicher. Da sich aufzuhängen dass der Usbeke ein Abseits nicht korrekt gegeben hat, ist kein gutes Beispiel. Soll ich dir von anderen Schiris eine Liste machen. Webb hatte nicht nur im Finale sehr schlecht gepfiffen. Auch er hat ein Abseitstor davor schon falsch entschieden.

Das Dilemma mit der FIFA seh ich sehr gut. Da stimm ich doch teilweise zu.
Das zeigt aber sehrwohl dass man NIE Südafrika den Zuschlag hätte geben müssen.
Achja und zu verlangen, dass die FIFA wenigstens den Verlust von Südafrika kompensiert, ist doch nicht ernst gemeint.
Sorry da wurde vorweg etwas veranschlagt. Geschäfte gemacht und jeder hat sich daran zu halten. Dann hätte Südafrika die WM ganz anders kalkulieren können. Nein sogar müssen.
Du willst ein Haus bauen. ich mach dir ein Angebot. Bau das Haus. Am Schluß stell ich fest, dass ich zu schlecht kalkuliert habe und ein Minus habe. Ja super. Ganz einfach ich verrechne dir das ganze einfach am Schluß dazu. Du bist ja sicherlich so nett und zahlst dann mehr drauf, weilst mich lieb hast und ich ja sonst ein Minus in der Kassa habe. Oder?

Nur eine afrikanische Mannschaft hatte einen afrikanischen Trainer und die ist am weitesten gekommen. Aja? Wer Ghana mit dem Serben?
Der ist Afrikaner?

Und zu dem was gut oder schlecht war. Brasilien war schlecht. Spanien gut? Tja alles subjektiv.
Ein 4-5-1 muss nicht defensiver sein als ein 4-4-2. Zu behaupten, dass ein 4-4-2 wesentlich offensiver ist, finde ich gewagt. Aber nun ja, jeder hat seine Meinung.
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Re: WM-Fazit

Beitragvon Nightfire_01 » 13.07.2010 21:18

GrafZahl04 hat geschrieben:in vielen Spielen waren viele freie Plätze zu sehen sogar in den Semi Finals!



Bitte bei der Wahrheit bleiben !
Beide Semifinals waren natürlich ausverkauft !!!

Insgesamt wurden 95% aller aufgelegten Karten verkauft !
Ich würde dies als SEHR POSITIV !!!!!! anrechnen !
Vergleiche mal die zahlen von heuer mit denen von Japan
Dort geht es den Menschen um einiges besser, dort spielen die nationalteams um einiges besser fussball und es können sich viel mehr leute tickets leisten.
Und trotzdem waren damals um mehr als 20% weniger Leute im Stadion und die Stadionauslastung kam nichtmal annähernd an die von 2010 heran.
Also bitte da keine Märchen erzählen, und diesen Punkt so anführen wie er angeführt gehörd, nämlich zum positiven !
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Re: WM-Fazit

Beitragvon Metmaner » 14.07.2010 14:23

Joker hat geschrieben:Das Dilemma mit der FIFA seh ich sehr gut. Da stimm ich doch teilweise zu.
Das zeigt aber sehrwohl dass man NIE Südafrika den Zuschlag hätte geben müssen.
Achja und zu verlangen, dass die FIFA wenigstens den Verlust von Südafrika kompensiert, ist doch nicht ernst gemeint.
Sorry da wurde vorweg etwas veranschlagt. Geschäfte gemacht und jeder hat sich daran zu halten. Dann hätte Südafrika die WM ganz anders kalkulieren können. Nein sogar müssen.
Du willst ein Haus bauen. ich mach dir ein Angebot. Bau das Haus. Am Schluß stell ich fest, dass ich zu schlecht kalkuliert habe und ein Minus habe. Ja super. Ganz einfach ich verrechne dir das ganze einfach am Schluß dazu. Du bist ja sicherlich so nett und zahlst dann mehr drauf, weilst mich lieb hast und ich ja sonst ein Minus in der Kassa habe. Oder?

Hier geht es ja nicht darum, dass man das behält was einem zu steht.Dieses Land hat sich verschätzt und man hat die finanziellen Möglichkeiten das wieder auszugleichen aber tut es nicht? Nicht als Firma oder sonst was, sondern als Repräsentant des Fußballs in der ganzen Welt. Einem Entwicklungsland dabei nicht zu helfen...ne sorry, aber da muss man dann halt eben auch mal großes Herz zeigen.
Vielleicht hinkt der Vergleich n bisschen, aber Griechenland hat man auch geholfen.

Joker hat geschrieben:Nur eine afrikanische Mannschaft hatte einen afrikanischen Trainer und die ist am weitesten gekommen. Aja? Wer Ghana mit dem Serben?
Der ist Afrikaner?

Da hab ich mich vertan, ich hatte ein Interview von Anthony Yeboah gelesen und das hörte sich für mich ein wenig so an, als würde er der Trainer der Nationalmannschaft sein^^
Nichts destotrotz bleibt meine Meinung, was die Mentalitäten angeht.

Joker hat geschrieben:Und zu dem was gut oder schlecht war. Brasilien war schlecht. Spanien gut? Tja alles subjektiv.
Ein 4-5-1 muss nicht defensiver sein als ein 4-4-2. Zu behaupten, dass ein 4-4-2 wesentlich offensiver ist, finde ich gewagt. Aber nun ja, jeder hat seine Meinung.

Ich sehe nicht, wo ich das mit Spanien geschrieben habe, aber ja sie hatten Dominanz in ihrem System und haben es immer gut runtergespielt. "gut" ist sowieso relativ.
4-4-2 ist nicht "wesentlich" offensiver, aber auf jeden Fall eine offensivere Ausrichtung, weil man mit 2 Stürmern rangeht und nicht mit 1 Stürmer und einem 10er dahinter bzw einer hängenden Spitze, die meist auch noch nach hinten arbeitet.
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Re: WM-Fazit

Beitragvon Joker » 14.07.2010 15:40

Metmaner hat geschrieben:
Joker hat geschrieben:Das Dilemma mit der FIFA seh ich sehr gut. Da stimm ich doch teilweise zu.
Das zeigt aber sehrwohl dass man NIE Südafrika den Zuschlag hätte geben müssen.
Achja und zu verlangen, dass die FIFA wenigstens den Verlust von Südafrika kompensiert, ist doch nicht ernst gemeint.
Sorry da wurde vorweg etwas veranschlagt. Geschäfte gemacht und jeder hat sich daran zu halten. Dann hätte Südafrika die WM ganz anders kalkulieren können. Nein sogar müssen.
Du willst ein Haus bauen. ich mach dir ein Angebot. Bau das Haus. Am Schluß stell ich fest, dass ich zu schlecht kalkuliert habe und ein Minus habe. Ja super. Ganz einfach ich verrechne dir das ganze einfach am Schluß dazu. Du bist ja sicherlich so nett und zahlst dann mehr drauf, weilst mich lieb hast und ich ja sonst ein Minus in der Kassa habe. Oder?

Hier geht es ja nicht darum, dass man das behält was einem zu steht.Dieses Land hat sich verschätzt und man hat die finanziellen Möglichkeiten das wieder auszugleichen aber tut es nicht? Nicht als Firma oder sonst was, sondern als Repräsentant des Fußballs in der ganzen Welt. Einem Entwicklungsland dabei nicht zu helfen...ne sorry, aber da muss man dann halt eben auch mal großes Herz zeigen.
Vielleicht hinkt der Vergleich n bisschen, aber Griechenland hat man auch geholfen.

Naja man hilft Griechenland aus einem einzigen Grund.
Weil man sich damit selbst hilft. Könnte man Griechenland fallen lassen ohne selbst zu schaden kommen, würde man es machen.
Weißt wieviele Länder pleite sind oder Hilfe brauchen und keine bekommen? Tja weswegen?
Sehr schade. Aber da gehts ums Geschäft und nicht um Nächstenliebe. Leider.
Ich verstehe schon deinen Gedanken. Und ja ich würde dies auch gerne so sehen, aber ich kann dies niemanden vorwerfen. Das finde ich zuviel verlangt. Du behauptest ja die FIFA MUSS dies machen. Tja sollte/könnte würde eher passen, aber da zu sagen, weil die FIFA dies nicht macht, dass sie sch... ist, finde ich einfach zuviel.
Metmaner hat geschrieben:
Joker hat geschrieben:Nur eine afrikanische Mannschaft hatte einen afrikanischen Trainer und die ist am weitesten gekommen. Aja? Wer Ghana mit dem Serben?
Der ist Afrikaner?

Da hab ich mich vertan, ich hatte ein Interview von Anthony Yeboah gelesen und das hörte sich für mich ein wenig so an, als würde er der Trainer der Nationalmannschaft sein^^
Nichts destotrotz bleibt meine Meinung, was die Mentalitäten angeht.

Prinzipiell hast du sicherlich recht. Der Trainer von Ghana (Serbe) hat vor dem Spiel gegen Serbien gesagt, dass er voll und ganz Ghanese ist und nicht absichtlich Ghana schadet damit er seinem Mutterland (Serbien war ja Gruppengegner von Ghana) hilft.
Du hast aber sicherlich recht, dass die afrikanischen Mannschaften "ihren" Fussballstil verlernt haben, da der Einfluss von Europa sehr groß ist. Gleiches trifft aber besonders auf Brasilien zu. Kein Zauberfussball. Dunga hat die Taktik in den Vordergrund gestellt und eigentlich genau das gleiche gespielt wie die Deutschen. Nur die halt erfolgreicher.
Metmaner hat geschrieben:
Joker hat geschrieben:Und zu dem was gut oder schlecht war. Brasilien war schlecht. Spanien gut? Tja alles subjektiv.
Ein 4-5-1 muss nicht defensiver sein als ein 4-4-2. Zu behaupten, dass ein 4-4-2 wesentlich offensiver ist, finde ich gewagt. Aber nun ja, jeder hat seine Meinung.

Ich sehe nicht, wo ich das mit Spanien geschrieben habe, aber ja sie hatten Dominanz in ihrem System und haben es immer gut runtergespielt. "gut" ist sowieso relativ.
4-4-2 ist nicht "wesentlich" offensiver, aber auf jeden Fall eine offensivere Ausrichtung, weil man mit 2 Stürmern rangeht und nicht mit 1 Stürmer und einem 10er dahinter bzw einer hängenden Spitze, die meist auch noch nach hinten arbeitet.

Ich finde das System mit "3" Spitzen. Und das würde ich grad beim 4-2-3-1 so sehen, dass die beiden Außenmittelfeldspielern eben Flügelstürmer sind. Es kommt halt drauf an welches Spielermaterial man hat. Und wie man die Rollen interpretiert. Ein "offizieller" Stürmer kann defensiver sein als 2. Muss aber nicht. Und genau auf das wollte ich raus. Allgemein kann man nicht behaupten, dass 2 Stürmer offensiver sind als 1er. Mehr wollte ich gar nicht sagen.
Gut ist immer relativ. Im Endeffekt gehts ums Resultat. Spanien war vom Ergebnis her minimalistisch. War ja recht dürftig. 1x kein Tor. 2x 2 Tore. Und 4x 1 Tor. Hmmmm. Es reicht aber.
Das Problem, dass die defensiven Teams hinten drin stehen und dies gut verteidigen ist nicht erst seit gestern so. Das hat man (natürlich auf einem anderen Niveau) schon in der Bundesliga gesehen. Bei der WM hat man dies auch wieder gesehen. Jedes Team das das Spiel gestalten muss, tut sich schwer. Deutschland als Beispiel hat weder gegen Argentinien noch gegen England das Spiel gestalten. Die Deutschen gingen durch eine Situation in Führung und dann ging es auf Konter. Da hat man halt Platz. (und braucht halt die geeigneten Spieler) Wenn man das Spiel machen muss (auch wenns zu 10 war gegen die Serben) hat man gesehen wie es rennt. Wenn man gegen Spanien dann offensiver spielen muss um eben den Rückstand aufzuholen ist es halt x-fach so schwer. Man hat aber generell gesehen dass sehr wenige Partien gedreht werden. Die Mannschaft die geführt hat, hat oft auch dann gewonnen oder eben unentschieden gespielt. Daher ist es wichtig einfach kein Tor zu bekommen. Das wird LEIDER immer mehr die Devise.
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