von Nightfire_01 » 22.05.2009 18:01
Ex-Kapitän Ivanschitz kritisiert Teamchef
Ivanschitz kritisierte ÖFB-Teamchef Constantini Andreas Ivanschitz hat sich gegen seineAusbootung aus der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft durchNeo-Teamchef Dietmar Constantini bei dessen Debüt am 1. April zur Wehr gesetzt.
Der Panathinaikos-Athen-Legionär forderte im"Sportmagazin" (Juni-Ausgabe) ein klärendes Gespräch mit dem Tiroler,will so schnell wie möglich wieder in die ÖFB-Auswahl zurückkehrenund hat auch die Kapitänsrolle noch nicht abgeschrieben.
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"Kann mich selbst schützen." Mit der Vorgehensweise des Nationaltrainers rund um seineNicht-Nominierung gegen Rumänien war Ivanschitz nicht einverstanden."Es hat nur ein kurzes Gespräch mit Constantini gegeben, unmittelbarvor der Pressekonferenz, bei der er den Kader bekanntgegeben hat. Erhat mir in zwei Minuten nur mitgeteilt, dass ich diesmal nicht dabeibin, weil er mich schützen will. Ich bin alt genug, um mich selbst zuschützen", sagte der Burgenländer.
Längeres Gespräch. Ivanschitz hätte gerne eine längere Unterredung geführt. "Das wäresehr wichtig gewesen und ist immer noch wichtig. Wenn einer sechsJahre lang Kapitän ist, sollte es schon so sein, dass man ihmerklärt, wo die Probleme liegen und ob man noch auf ihn baut odernicht. Wenn ich das nächste Mal dabei bin, müssen wir unszusammensetzen." Dabei will Ivanschitz auch die Kapitänsrolleansprechen. "Ich war oder bin immer noch Kapitän dieser Mannschaftund kann erwarten, dass man darüber mit mir unter vier Augenspricht", erklärte der 25-Jährige, der davon ausgeht, am 6. Junigegen Serbien wieder dabei zu sein.
Buhmann. Für seine Rolle als Buhmann, zu dem er unter anderem nach seinembisher letzten Länderspiel im Februar gegen Schweden wurde, fehltIvanschitz das Verständnis. "Das hat eine Eigendynamik bekommen unddie Fans haben den Frust an meiner Person ausgelassen. Das ärgertmich und das kann ich einfach nicht akzeptieren."
Auf den Tisch hauen. Die zurückhaltende Auslegung seiner Funktion als Kapitänrechtfertigte Ivanschitz. "Natürlich wäre es oft besser gewesen,einmal richtig auf den Tisch zu hauen und nicht nur vernünftig zuagieren. Manchmal hätte ich lauter sein sollen und mir nicht allesauf meine Schultern laden sollen. Ich habe mich immer vor dieMannschaft gestellt. Hans Krankl hat mich zum Kapitän bestimmt, JosefHickersberger hat mir auch vertraut und dann haben mich sogar dieSpieler zum Kapitän gewählt. Das spricht eindeutig für mich."
Will wieder Kapitän sein. Mit aller Gewalt strebt Ivanschitz die Rückgewinnung der Schleifejedoch nicht an. "Wenn er (Anm.: Constantini) sagt, Pogatetz bleibtKapitän, muss ich das akzeptieren und es geht weiter. Aber ich willdiese Position sicher nicht gern oder leicht hergeben, sonderndeklariere mich klar und will Kapitän bleiben", betonte derMittelfeldspieler, der wohl auch die kommende Saison beiPanathinaikos absolvieren wird. "Ich spüre Anerkennung und habe auchdas Gefühl, ein wichtiger Teil des Teams zu sein, sonst hätte ichnicht im Sommer meinen Vertrag verlängert."
Die Reaktion von Constantini:
"Ich verstehe, dass Andi Ivanschitz mit der derzeitigen Situationnicht glücklich ist. Wäre er nicht unzufrieden, hätte er ohnehinseinen Job verfehlt. Ich möchte das Thema auch gar nicht zu wichtignehmen, etwas komisch finde ich nur, dass Ivanschitz einVier-Augen-Gespräch zwischen uns beiden über ein Intervieweinfordert, denn schließlich bin ich für alle aktuellen undpotentiellen Teamspieler - und damit auch für Andi - fast jederzeiterreichbar."
Quelle: kleine.at