von LASK1908 » 27.05.2008 12:39
Mit 3-5-2 zum Erfolg
Josef Hickersberger wird beim Test gegen Nigeria noch einmal sein 3-5-2-System ausprobieren. Jenes System, das gegen Deutschland im Februar 60 Minuten lang gut funktionierte.
Die UPC-Arena in Graz-Liebenau ist mit 15.000 Zuschauern ausverkauft. Dabei wird der Teamchef erneut auf sein 3-5-2-System bauen, das gegen Deutschland zumindest 60 Minuten lang sehr gut funktionierte. Am Freitag, im letzten Testspiel vor der EURO gegen Malta, will der Teamchef eine andere Variante testen.
"Wir werden in diesen beiden Spielen zwei verschiedene Aufstellungen und Systeme benützen, aber haben ein Ziel: So wie bei der EM mit dem unbedingten Willen zu spielen", sagte der Coach.
Korkmaz vorerst auf der Bank
Gegen die Afrikaner dürften Sebastian Prödl, Martin Stranzl und Emanuel Pogatetz die Abwehrreihe bilden. Ansonsten ließ sich Hickersberger in punkto Aufstellung nicht in die Karten blicken. Fix ist nur, dass Ümit Korkmaz und Ivica Vastic nicht von Beginn an spielen, aber eingewechselt werden. Korkmaz werde dafür gegen Malta von der ersten Minute an im Einsatz sein, so "Hicke". Diese Aussage heißt eigentlich so viel, dass der Rapidler wohl sehr gute Chancen hat, bei der EURO dabei zu sein.
Von der theoretischen Möglichkeit, bis zu sechs Spieler auszutauschen, will Hickersberger nicht Gebrauch machen. "Es wird kein Karussell an Spielerwechseln geben. Ich möchte so wenig wie möglich und so viel wie nötig wechseln", meinte der Nationaltrainer, der nicht den gesamten Großkader in das Aufgebot für die Partie nominieren wird. Wer auf der Tribüne Platz nehmen muss, ließ "Hicke" allerdings offen.
Weissenberger noch nicht fit
Sicher nur Zuschauer wird Markus Weissenberger sein, der nach seinem Muskelfaserriss noch nicht voll ins Training einstieg. "Ich weiß, was wir an Weissenberger haben", erklärte Hickersberger, der den Frankfurt-Legionär für die EURO noch nicht abgeschrieben hat.
Von der Aufstellung gegen Nigeria lassen sich auf jeden Fall keine Rückschlüsse auf die Formation der ersten EM-Partie am 8. Juni gegen Kroatien ziehen.
Hicke zeigt großen Respekt
Vor den Nigerianern zeigte Hickersberger großen Respekt: "Wir wissen, was auf uns zukommt. Das ist keine afrikanische, sondern eine europäische Mannschaft, weil sie viele Klassespieler in den besten europäischen Ligen hat." Mittels Videostudium stimmte Hickersberger seine Kicker ein.
Weitere Informationen bezog er von Berti Vogts. Der aktuelle Teamchef Aserbaidschans betreute die "Super Eagles" bis zum vergangenen Februar, ehe er den Westafrikanern nach dem Ausscheiden gegen Ghana den Rücken kehrte. "Er hat mir einige interessante Infos gegeben. Wir wissen relativ gut Bescheid."
Neben letzten Aufschlüssen für die Erstellung des definitiven EM-Kaders erwartet sich der Teamchef auch Erkenntnisse über den aktuellen Fitness-Zustand der Kicker. "Ob die Spieler schon über Spritzigkeit verfügen, werden wir gegen Nigeria vielleicht sehen. Aber es geht darum, in zwölf Tagen gegen Kroatien in bester Form zu sein."
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