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1.Landesliga Saison 2007/2008 Thread

Alles zum jährlichen ÖFB-Cup sowie den Vereinen anderer Klassen

1.Landesliga Saison 2007/2008 Thread

Beitragvon sknstpoeltenwolf » 18.06.2007 18:29

Hiermit möchte ich die 1.Landesliga NÖ vorstellen

Saison 2007/2008

Amstetten

Ardagger

Haitzendorf

Herzogenburg

Kottingbrunn

Krems

Langenrohr

Leobendorf

Mistelbach

Ortmann

Retz

Schrems

Sollenau

Stockerau

Sturm 19

Vösendorf


Aktuelle Tabelle 1.Landesliga 2007/2008


[web]http://llnoe.pips.at/lmo/llergtabk.php[/web]
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Beitragvon sknstpoeltenwolf » 26.08.2007 16:39

Sturm 19 - Schrems  4 : 1 (1:1)
Das Ergebnis täuscht, denn so klar war St.Pölten sicher nicht überlegen. Zunächst sogar ganz im Gegenteil, denn die Anfangsphase gehörte den Gästen, die auch verdient in Führung gingen. Erst nach dem 2:1 in der 66.Minute fielen die Schremser "auseinander".  
Amstetten - Retz  2 : 0 (1:0)
Ein Spiel mit 2 unterschiedlichen Hälften. Vor dem Wechsel drängte Amstetten und erzielte knapp vor dem Pausenpfiff auch den verdienten Führungstreffer. Danach zog man sich zurück, Retz spielte stark, traf aber nicht. Aus einem Konter machte der SKU dann in der Schlußphase den Sack zu.  
Krems - Haitzendorf  0 : 2 (0:1)
Haitzendorf ging unter mithilfe von KSC Keeper Zwirner rasch in Führung. Es dauerte einige Zeit bis die Kremser diesen Schock verdaut hatten, doch nach dem Wechsel drängte man auf den Ausgleich - ohne Erfolg. In der Nachspielzeit gelang aus einem schönen Angriff noch das zweite Tor.
Ortmann - Vösendorf  0 : 0
Ein untypisches 0:0, denn beide Teams hatten eine Vielzahl von Chancen - als Höhepunkt traf Ortmann zweimal die Stange, Vösendorf einmal. Insgesamt geht das Remis in Ordnung und in Vösendorf wird man sich nach 13 Gegentoren besonders über "die Null" freuen.  
Langenrohr - Kottingbrunn  2 : 1 (1:0)
Ein sehr gutes, temporeiches Spitzenspiel, in dem sich die 'Rohrer nicht unverdient durchsetzten. Spielentscheiden wohl das 2:0 durch Schatz knapp nach der Pause. Der Anschlusstreffer der Weiss-Elf fiel zu spät, um dem Spiel noch eine Wende geben zu können.  
Sollenau - Mistelbach  2 : 1 (1:1)
Um ein Haar wäre die Premiere von Markus Kernal voll daneben gegangen. Denn Sollenau kam vor der Pause nicht auf Touren und brauchte lange um den Rückstand wegzustecken. Erst mit Fortdauer des Spiels konnte der Aufsteiger dann Druck entwickeln und kam durch ein Last-Minute-Tor von Gabriel doch noch zum ersten Heimsieg in der Landesliga.
Herzogenburg - Ardagger  3 : 1 (1:0)
Ardagger merkte man das Fehlen der gesperrten Legionäre deutlich an, so musste man gegen eine starke Herzogenburger Mannschaft die erste Saisonniederlage hinnehmen. Das Ergebnis war auch in diesem Ausmaß verdient, das Ehrentor gelang erst kurz vor Schluß aus einer Standardsituation.  
Leobendorf - Stockerau (So.,17:30)Schiedsrichter: Schwarzl III; Simon, Usrael
Es war der 12.11.2006, Stockerau war in Leobendorf zu Gast und kassierte mit 0:9 eine der bittersten Niederlagen der Vereinsgeschichte. Nun kehrt man erstmals seit dieser Schlappe wieder ins Leobendorfer Haas-Stadion zurück und trifft dort auf einen vor Selbstvertrauen strotzenden Gegner. Denn der SVL ist als einziges Team der Liga noch ohne Punktverlust, Keeper Tupy ist zudem noch ohne Gegentor. Aber auch Stockerau ist nach dem 2:0 in Mistelbach im Aufwind - es darf also ein interessantes Derby erwartet werden.
Haitzendorf - Sturm 19 (Di.,17:45)Schiedsrichter: Busch; Steinhammer, Kirschner
Der Aufsteiger ist noch ungeschlagen hat einen tollen Start hingelegt und könnte mit einem Sieg auf Platz 2 vorstoßen. Das wird aber alles andere als einfach, denn mit Haitzendorf trifft man nun erstmals auf ein Top-Team der Liga. Zudem auf deren Anlage, wo der SV zwar zuletzt gegen Amstetten verlor, davor aber mehr als ein Jahr ungeschlagen war. Zudem holte sich der Vizemeister mit dem ersten Saisonsieg in Krems auch wieder Selbstvertrauen zurück.

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Beitragvon sknstpoeltenwolf » 01.09.2007 12:52

Die 5 Runde:

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6. Runde

Beitragvon sknstpoeltenwolf » 09.09.2007 10:01

Aktuelle Tabelle 1.Landesliga 2007/2008


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Amstetten - Schrems  2 : 1 (1:0)Auf dem tiefen Boden taten sich beide Teams sehr schwer, sehr viel spielte sich im Mittelfeld ab. Amstetten war zunächst initiativer und ging nicht unverdient in Führung, danach zog sich der SKU zurück und brachte das 1:0 bis zur 90.Minute. In der Nachspielzeit dann ein Comeback-Tor des eingewechselten Hoffmann und das Ehrentor durch Plazibat.

Herzogenburg - Mistelbach  1 : 1 (1:0)Ein gutes, schnelles und körperbetontes Spiel endet mit einem unter dem Strich gerechten Remis. Herzogenburg hatte zunächst etwas mehr vom Spiel und ging nicht unverdient mit einem 1:0 in die Kabinen, in einer Drangperiode gelang den Gästen aus einem Traumtor von Kummerer, der aus 25 Metern genau ins Kreuzeck traf der Ausgleich. Danach noch gute Chancen, die von den starken Torhütern vereitelt wurden.

Leobendorf - Sollenau (So.,16:30)


Anderen Spiele wurden abgesagt.

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Beitragvon MrVeilchen » 10.09.2007 17:05

Wer ist der Aufsteiger?
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Beitragvon Salzburger1 » 18.11.2007 14:01

Der SC Sollenau ist der Aufsteiger und schafft vielleicht gleich den Durchmarsch!
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Beitragvon Bernhard0407 » 18.11.2007 14:07

ich hoff auf den SKU AMSTETTEN :D mein heimatort haben ja voriges jahr gegen GAK im cup gespielt und unverdient 1:0 verloren in der verlängerung ^^
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Beitragvon Salzburger1 » 22.11.2007 11:45

Bilanz der Saison




1.

Neue Liga, altes Bild - auch in der Landesliga gehört Aufsteiger Sollenau zu den Top-Teams. Und wie schon in den 3 Jahren 2.Landesliga waren die Zebras auch in diesem Jahr als Spätstarter unterwegs - diesmal startete man mit 2 Remis gegen Teams die den Herbst auf den Plätzen 14 und 16 abschlossen. Neu waren jedoch 2 Dinge: Im Gegensatz zu den Jahren in der 2.LLO wurde man diesmal trotzdem Herbstmeister. Noch wesentlicher vielleicht die zweite Änderung. Während man die letzten Jahre Günter Schiffer nie in Frage stellte, kam diesmal schon nach 2 Spielen das Aus für den Langzeittrainer. Er hinterließ ein mehr als solides Fundement, der neue Coach Markus Kernal war aber dennoch der neue Besen, der für frischen Schwung sorgte. Wobei er dabei auf dem Spielfeld vor allem vom Comeback von Roland Moder profitierte, der den Meisterschaftsauftakt verletzungsbedingt verpasste. Mit ihm wurden die Zebras um eine Klasse stärker, zeigten am Ende der Saison Klassefußball und feierten 6 Siege in Folge. Die Zuseher honorierten das, bei den beiden Derbies gegen Ortmann und Kottingbrunn gab es jeweils Massenbesuch. Trotz der starken Herbstsaison wird Kernal im Winter der Mannschaft ein wenig Blutauffrischung zuführen und ein etwas verändertes Gesicht geben. Sicherlich nicht unrichtig, denn die Mannschaft hat zwar durchaus die Klasse Meister zu werden, aber in der Ostliga wenig Perspektiven. Allerdings auch nicht unriskant, denn zu viele neue Spieler müssten sich erst wieder finden - die gute Ausgangsposition kann auch schnell verspielt sein. Dennoch scheinen die Chancen recht gut tatsächlich zu erreichen, wovon Obmann Ebner und der damalige Coach Schiffer bereits 2003 träumten: Schon damals war das Ziel den SC Sollenau bis 2008 in die Regionalliga zu bringen. Damals war man noch belächelt worden ...

2.

Nach der mäßigen Vorsaison ist der SKU wieder in den Kreis der Spitzenteams zurückgekehrt und zeigte wieder einmal wie wichtig Selbstvertrauen im Fußball ist. Denn die Amstettner legten mit dem 5:1 gegen Vösendorf ein starkes Auftaktmatch hin, holten sich damit den Schwung um nicht weniger als 6 der ersten 7 Spiele zu gewinnen - sogar die ansonsten immer latente Auswärtsschwäche wurde in dieser Phase ad acta gelegt. Nur ein zwischenzeitlicher Durchhänger mit der Heimniederlage gegen Stockerau und dem 0:2 in Herzogenburg verhinderte ein noch besseres Abschneiden der Mostviertler. Trainer Gutlederer fand also eine gute Mischung aus jungen Wilden und routinierten Führungsspielern. Seitens der Jugend sind vor allem der im Sommer von der Akademie St.Pölten geholte Hörlesberger, sowie die stets torgefährlichen Zefi und Ademovic erwähnenswert. Aber auch Spieler aus dem eigenen Nachwuchs, wie die Schagerl-Brüder, von denen der 17-jährige Dominik einen Traumstart hatte und in seinem ersten Spiel gegen Sturm 19 nach wenigen Minuten Einsatz gleich seinen ersten Treffer erzielen konnte. Der Schlüsselspieler stammt aber aus der Riege der Routiniers: Gerhard Reikersdorfer kehrte nach seiner Knieverletzung zurück und spielte eine sensationelle Saison. Trotz der insgesamt gesehen guten Herbstsaison stapelt man beim SKU nach wie vor tief und spricht vom erreichen des Cupplatzes als Saisonziel. Naja, auch als Meister ist man für den Cup qualifiziert und selbst wenn man es nicht ausspricht: Bei 6 Punkten Rückstand ist die Chance da und der SKU wäre in seiner Gesamtheit durchaus reif für die Ostliga.  

3.  

Der Vizemeister spielte trotz des einen oder anderen Abgangs im Sommer auch in dieser Saison eine gute Rolle und kann mit dem erreichten durchaus zufrieden sein. Den 3.Platz verdankt man vor allem der starken Defensive, der SVH ist die Mannschaft mit den wenigsten Gegentoren, nur gegen Vösendorf war die Abwehr beim 1:4 löchrig. Insgesamt musste Keeper Schön, neben dem überragenden Ortmann-Goalie Grujic, der wahrscheinlich beste Keeper der Liga nur 10 Gegentore hinnehmen, in 9 Spielen hielt er seinen Kasten sauber. Bei aller Klasse des Tormann wäre das ohne starke Verteidigung nicht möglich gewesen. Aus dieser muss man natürlich Routinier Martin Eberhardt hervorheben, der in der traditionellen Umfrage zum Saisonende auf Platz 3 der Spieler des Jahres gewählt wurde. Schön und Eberhardt gehören zur Riege der Routiniers, auf der anderen Seite baut Trainer Baumühlner auch immer auf junge Spieler. Hier kann man den Youngster des Jahres - die Laufmaschine Fabian Samec hervorheben. Kaum glaublich, dass er erst 21 ist, so lange gehört er schon zum Stamm der Kamptaler. Auch für die meisten Treffer sorgte ein Junger - Robert Gottfried traf 5 mal und zerlegte Schrems beim 4:0 mit seinen 3 Toren praktisch im Alleingang. Hier sieht man aber auch die Schwäche der Haitzendorfer: 5 Tore sind für den Top-Scorer eines Spitzenteams genauso wenig, wie die insgesamt erzielten 21 Treffer. Hier müsste man den Hebel ansetzen, will man mehr erreichen, als nur vorne mitzuspielen. Ohne signifikante Verstärkung im Sturm hat man wohl keine Chance auf den Meistertitel, die eigene Zielsetzung Cupplatz ist aber durchaus machbar.

4.  

Der SV Leobendorf erwischte einen Traumstart, gewann die ersten 4 Spiele und schien sich in der Tabelle abzusetzen. Keeper Tupy musste erst in Runde 6 gegen den späteren Herbstmeister Sollenau erstmals hinter sich greifen, mit dem 1:1 blieb man aber ungeschlagen. Erst am nächsten Spieltag setzte es gegen das damalige Schlußlicht Vösendorf die erste Niederlage, die mit 0:3 noch dazu recht deftig ausfiel. Die Keller-Elf benötigte lange, um sich von diesem Schock zu erholen und kam erst am Ende wieder in Schwung, zu spät, um noch ein ernsthaftes Wort im Kampf um die Tabellenspitze mitzureden, aber früh genug, um sich in den Top-5 zu etablieren. Die Stärken des SV liegen sicher in seiner mannschaftlichen Geschlossenheit und einer hervorragenden Defensive rund um Keeper Tupy und Abwehrchef Chilar, neben diesen beiden gehörte Andreas Tackner zu den Aktivposten. Schwächen haben die Leobendorfer im Angriff, 21 Tore sind für ein Spitzenteam zu wenig. Torgefährlichster Spieler ist Manuel Kessler mit 4 Toren - 3 davon aus Elfmetern. Somit ist klar, dass man sich im Winter - wie so viele andere Vereine - auf die Suche nach einem Angreifer machen wird. Und einen neuen Trainer benötigt man auch, denn Coach Keller wechselt zu Schwechat. Sein Flirt mit den Braustädtern begann schon während der Saison und sorgte für einige Mißtöne, deshalb erfolgte die Trennung sogar schon vorzeitig vor der letzten Runde. Kann das Manko im Angriff behoben werden, ist der angestrebte Top-5 Platz absolut machbar.
  
5.

Kein Sieg in den ersten 5 Spielen, dabei 17 Gegentore kassiert - normalerweise "überlebt" ein neuer Trainer eine solche Bilanz nicht. Josef Degeorgi half da sicher sein prominenter Name, mehr aber noch der immer besonnene Führungsstil der ASV-Vereinsspitze. Obmann Pipek und Co. wurden für diese Geduld belohnt und sahen in der 2.Saisonhälfte eine starke Vösendorfer-Mannschaft. Initialzündung der 3:0 Sieg gegen den damaligen Tabellenführer Leobendorf, ab da war die Verteidigung gefestigt; Vranesevic und Kiraly wirbelten im Mittelfeld und in der Vergangenheit zwar immer gefährliche, vor dem Tor aber oft schusslige Lukas Jurik wurde plötzlich treffsicher und liegt mit 10 Treffern auf Platz 2 der Torschützenliste. Damit konnten ab der 6.Runde in 10 Spielen 24 Punkte geholt und ein Platz im oberen Mittelfeld erobert werden. Nur die Niederlage im Schlager gegen Sollenau verhinderte, dass man trotz des Fehlstarts sogar noch ein Wörtchen im Titelkampf mitreden kann. Wenn man sich auf dem Niveau des Spätherbstes konsolidieren kann, wovon durchaus auszugehen ist, sollte ein Top-5 erreichbar sein, möglicherweise geht es sogar noch ein wenig weiter nach oben.  

6.

Mit großen Ambitionen ging der SV Langenrohr in die Saison, Spieler wie Schatz, Buchinger und Holcmann holt man nicht, um Sechster zu werden. Genau dieser Platz ist es aber nun geworden, klarerweise ist man darüber enttäuscht und hat knapp vor Ende der Herbstsaison die Konsequenzen gezogen und sich von Spielertrainer Lackner getrennt. Natürlich war auch Verletzungspech dabei, gerade Hoffnungsträger Schatz fiel verletzungsbedingt einige Spiele aus bzw. fand deswegen nicht zur Hochform. Auffallend vor allem die mangelnde Konstanz, kein einziges Mal gelangen den 'Rohren 3 Siege in Folge. Wenigstens konnte sich der SVL mit dem abschließenden 2:1 Sieg in Amstetten im Spiel halten, denn auf Platz 2 fehlen jetzt nur 3 Punkte - sollte Sollenau im Frühjahr schwächeln hat man also noch Chancen auf den Platz an der Sonne. Wirklich realistisch erscheint diese Option aber nicht, mehr als ein Cupplatz wird wohl nicht möglich sein. Gespannt kann man dabei auch auf den neuen Trainer sein. Josef "Pepi" Schuster war schon als Spieler lange Zeit in Langenrohr tätig, kennt also das dortige Umfeld bestens. Als Coach steht er jetzt vor einer ungewohnten Aufgabe, denn zuletzt war er stets bei Vereinen tätig, die gegen den Abstieg kämpften und war dabei z.B. in Krems eher glücklos unterwegs.

7.  

Für den ASK geht eine enttäuschende Herbstsaison zu Ende. Denn die Weiss-Elf war als Titelfavorit in die Punktejagd gegangen, die eroberten 23 Zähler bringen aber nur Platz 7 und bedeuten nicht weniger als 11 Punkte Rückstand auf Sollenau. Jetzt ist Ursachenforschung angesagt und diese ist gar nicht einfach. Wahrscheinlich fehlt den Kottingbrunnern ganz einfach die Kontinuität, denn alle halben Jahre wird die Mannschaft umgebaut, da kann sich keine Einheit bilden - genau das ist aber die Stärke der Top-4 der Liga, die allesamt eingespielte Mannschaften sind. Und auch die Qualität der Einzelspieler blieb unter den Erwartungen, nicht alle namhaften Spieler konnten ihr Leistungspotenzial abrufen. Von dieser Kritik ausgenommen ist natürlich Michael Zechner, der von der Jury zu Recht zum Spieler der Herbstsaison gewählt wurde - er war bei einem Großteil der ASK-Tore beteiligt und kurbelte in der Offensive unermüdlich. Man kann gespannt sein, ob man bei Kottingbrunn nach dieser schwachen Hinrunde neuerlich einen Umbruch durchführt. Vielleicht ist jetzt ein guter Zeitpunkt, denn Titelträume sind ausgeträumt und es kann eine Mannschaft aufgebaut werden, die im nächsten Jahr ganz vorne mitspielt. Für heuer wird nicht mehr als ein Cupplatz erreichbar sein und schon das wird schwer genug.

8.

Das Trainerduo Graf/Wöhrer kann durchaus stolz auf das geleistete sein - wie schon in der Vorsaison etablierte sich der SCO im soliden Mittelfeld. Und das mit einem Team, bei dem im Schnitt 14 Eigenbauspieler am Blankett stehen und was noch mehr zählt: 12 davon entstammen aus dem eigenen Nachwuchs. Andere Vereine sprechen davon, Ortmann macht es und gibt der eigenen Jugend eine Chance. Neben den schon lange etablierten Hausmann und Reisenauer, drängten sich diesmal zum Beispiel auch Arslan und Eckenfellner verstärkt in den Vordergrund. Star der Mannschaft ist allerdings einer der wenigen Fremden - Keeper Grujic wurde auch in diesem Herbst wieder zum stärksten Keeper der Liga gekürt. Ein wenig zittert man natürlich um ihn, denn er wurde des öfteren von höherklassigen Vereinen beobachtet, sein Abgang würde schmerzen und müsste natürlich nachbesetzt werden. Ansonsten sind keine Veränderungen geplant, der eine oder andere Spieler aus dem eigenen Nachwuchs wird in den Kader geholt, der Weg wird konsequent fortgesetzt. Der Klassenerhalt soll rasch fixiert werden und am Ende wird ein Platz unter den ersten 10 angestrebt - eine durchaus realistische Zielsetzung. Eines will man bei aller Kontinuität allerdings verbessern: Die Disziplin. Denn im Herbst gab es nicht weniger als 7 Platzverweise, 5 davon sogar als glatte rote Karte!

9.

Als die Herzogenburger im Winter Christian Brosig als Nachfolger des nach St.Pölten abgewanderten Martin Scherb präsentierten runzelte so mancher die Stirn. Doch Brosig verwaltete das schwere Erbe mehr als gut, sicherte im Vorjahr früh den Klassenerhalt und führte den SCH im Herbst sogar auf einen einstelligen Tabellenplatz. Dabei hatte Herzogenburg einiges an Verletzungspech, doch die jungen Spieler, denen der Trainer das Vertrauen schenkte, warfen sich mit vollem Einsatz ins Geschehen. Besonders bemerkenswert ist die gute Platzierung auch, wenn man bedenkt, dass man nur 6 Heimspiele hatte und an sich eine recht heimstarke Elf ist - nur gegen Ortmann musste man sich auf eigener Anlage geschlagen geben. Der Erfolg der Herzogenburger trägt natürlich vor allem 2 Namen: Milan Bednar und Richard Vesely. Holte sich im Vorjahr Bednar den Torschützenkönig, so hat ihm diesmal Sturmpartner Vesely den Rang abgelaufen und ist mit 11 Toren der beste Stürmer der Liga. Mit 8 Punkten hat man ein solides Polster auf den Abstiegs-Strich gelegt und sollte in der Lage sein, den Klassenerhalt wieder früh unter Dach und Fach zu bringen. Alles was mehr ist, ist dann ein erfreuliches Zubrot, bei 9 Heimspielen könnte da durchaus einiges möglich sein. Das "schreckliche" Duo muss allerdings seine Form konservieren und darf nicht ausfallen, denn dann würde es sicher ein wenig nach unten gehen.  

10.

Als Hannes Neumayer 2006 nach Schrems kam, lagen die Waldviertler auf dem letzten Platz, der neue Trainer schaffte den Kraftakt und erreichte mit einer starken Rückrunde souverän den Klassenerhalt. In der folgenden Herbstsaison war der ASV dann sogar im Vorderfeld der Tabelle zu finden. Die Ansprüche waren damit gestiegen, doch 2007 konnte nicht halten, was 2006 versprochen hatte. Das begann schon mit einer durchwachsenen Rückrunde der Vorsaison und setzte sich mit einem schwachen Herbstdurchgang fort. Dabei hatte man bei den Schremsern einiges investiert und einen durchaus guten Kader zusammengestellt. Doch gerade viele der neuen Spieler konnten die Erwartungen nicht erfüllen, nur mit Sanel Ramic konnte man wirklich zufrieden sein, er war gemeinsam mit Keeper Weilbold der stärkste Spieler der Herbstsaison. Aber nicht nur viele der Neuzugänge, sondern auch alteingesessene Spieler fanden nicht zu ihrer Form - bestes Beispiel Josef Hajna, der bei 11 seiner 13 Einsätze ohne Tor blieb und somit unfreiwillig zum Goalgetter außer Dienst mutierte. Nach diesem enttäuschenden Herbst musste man die Ziele natürlich nach unten schieben, jetzt soll ein einstelliger Platz erreicht werden. Wenn die Mannschaft zusammenbleibt, dann hat sie durchaus Potenzial dieses Ziel zu erreichen. Viel wird dabei vom neuen Trainer abhängen, denn wie so oft forderte eine schwache Saison sein Opfer auf dem Trainerstuhl - Hannes Neumayer wurde nach Runde 13 entlassen.  

11.  

Beim KSC wird man mit einem lachenden und weinenden Auge auf die Herbstsaison zurückblicken. Auf der einen Seite war nicht zu erwarten, dass die im Sommer bunt zusammengewürfelte, junge Truppe teilweise doch so gut mithalten kann, auf der anderen Seite wird man dem einen oder anderen liegen gelassenen Punkt nachtrauern. So machte sich in einigen Phasen die fehlende Routine und Kaltschnäuzigkeit bemerkbar. Andererseits war man da, wenn es galt besonders wichtige Punkte zu holen - die klassischen Sechspunkter wurden oft gewonnen, in den 5 Spielen gegen die direkten Abstiegskonkurrenten wurden immerhin 10 Zähler geholt. Sicher ein Verdienst von Trainer Biebl, der wirklich hervorragende Arbeit leistet - Platz 11 ist hier fast höher zu bewerten als sein Vizemeister mit Haitzendorf. Sollte es dem Coach nun auch noch gelingen die schwankenden Leistungen, vor allem in der Abwehr, zu stabilisieren, sollte das Abstiegsgespenst dieses Jahr der Wachau fernbleiben. Denn vor allem wenn Organisator Hodulik fehlte gab es des öfteren Tag der offenen Tür - insgesamt setzte es mit 35 Gegentoren die meisten der gesamten Liga.

12.

Der Auftakt war verheißungsvoll, Sturm 19 war sofort in der Landesliga angekommen und holte in den ersten 3 Spielen immerhin 7 Punkte. Auch danach erfüllte man die Erwartungen und schien sich im Mittelfeld platzieren zu können. Doch nach dem 3:0 in Leobendorf riss der Faden, von den letzten 7 Spielen konnte kein einziges gewonnen werden. Somit rutschte man mit 15 Punkten in den Tabellenkeller, nur 2 Punkte von Abstiegsplatz 15 entfernt. Natürlich kann man damit nicht zufrieden sein, wird im Winter Ursachenforschung betreiben und die Mannschaft an einigen Positionen verändern. Unter anderem wird man sich auf die Suche nach einem neuen Spielmacher machen, denn der dafür vorgesehene Miro Jalaksa konnte die in ihn gesetzten Erwartungen bei weitem nicht erfüllen - so trennte man sich bereits vorzeitig nach der 10.Runde von ihm. Eine bessere Hand hatte man bei der Verpflichtung des Keepers, Milos Kalusovic zählte über den Herbst gesehen zu den stärksten Spielern des Aufsteigers. Für das Frühjahr gibt es nun nur mehr eine Zielsetzung: Klassenerhalt. Dafür sollte das Potenzial bei den Hauptstädtern in jedem Fall ausreichend sein.

13.

Der FCM war als einer der ersten Abstiegskandidaten in die Saison gegangen, so gesehen sind die 15 Punkte durchaus den Erwartungen entsprechend. Schlimmeres verhinderte sicher der Trainerwechsel gegen Mitte der Herbstsaison. Der bei seinen letzten Stationen so glücklose Gernot Zirngast war in Mistelbach der richtige Mann und brachte neuen Schwung in die Mannschaft. Vor allem daheim wurde der FCM zu einer Macht und hat Teams wie Kottingbrunn, Haitzendorf und Ortmann auf seiner Abschußliste, ausgerechnet in der letzten Runde gab es gegen Schlußlicht Ardagger dann einen Rückschlag. In Summe wurden die Weinviertler für den Mut einige junge Spieler (Schweinberger, Billan, Schmerold, Lerchner ...) in die Mannschaft einzubauen belohnt. Die wesentlichen Leistungsträger waren aber natürlich andere, hier muss man neben Thomas Eigner vor allem Günter Schiesswald hervorheben. Der Ex-Austrianer, der jetzt als Trainer in der Akademie in Hollabrunn tätig ist, gab der Abwehr Halt und Sicherheit. In der Offensive gelang mit der Reaktivierung der "schwarzen Perle" Emmanuel Eseoghene ein guter Schachzug. Es wurde also eine gute Basis gelegt, der Weg zum Klassenerhalt ist allerdings noch ein weiter.

14.  

Nach Rang 13 im Vorjahr nun sogar noch ein Rückfall um einen Platz, etwas das man nicht unbedingt erwartet hatte. Denn in Retz hatte man die Schwächen der Vorsaison im Offensivbereich erkannt und im Sommer einige Spieler geholt, die dieses Manko beheben sollten - geändert hat sich allerdings wenig. Wobei das nicht die ganze Wahrheit ist, denn spielerisch war der SC in diesem Jahr sicher um eine Klasse stärker als zuletzt, das Problem hat sich nun allerdings weiter nach vorne verlagert: Man vergibt zu viele Chancen. Bezeichnend, dass die beiden besten Scorer (Mydlo und Krammer) jeweils nur 3 Tore auf ihrem Konto haben. Wie wenig tatsächlich fehlt zeigt, dass Retz nur 6 Spiele verloren hat. Allerdings auch nur 2 gewonnen, vor allem ein einziger Heimsieg - wenigstens im Schlüsselspiel gegen Ardagger - ist zu wenig. 7 Remis sind zwar schön und sorgen dafür, dass Retz als Remiskönig wenigstens in einer Statistik on top ist, bringen bei der Dreipunkteregel aber keine wirklich großen Sprünge mit sich. Hoffnung macht das Saisonende, aus den letzten 5 Spielen blieb man ungeschlagen, holte 7 Punkte und damit um einen mehr als in den ersten 10 Spielen. Dennoch ist die Tabellensituation prekär - man wird sich daher auf die Suche nach Verstärkungen machen und das Team an einigen Positionen verändern, besonders gefragt sind natürlich Stürmer. Nicht in Frage steht Trainer Jenisch, er soll die Mannschaft im Frühjahr aus dem Keller führen. Viel wird natürlich davon abhängen, ob man auf dem Transfermarkt diesmal ein glücklicheres Händchen hat, die Erfahrung im Abstiegskampf und die traditionell bessere Halbsaison im Frühjahr sprechen in jedem Fall für die Weinviertler.

15.  

Im Vorjahr war man als 14. nur Dank der inferioren Teams von Neunkirchen und Amaliendorf und den Statuten, die die Admira Amateure in die 2.Landesliga verbannten, dem Abstieg entronnen. So gesehen ist es nicht unlogisch, dass man heuer auf einem Abstiegsplatz überwintert. Ein wenig überraschend ist es aber doch, denn im Sommer wurde auf dem Transfermarkt einiges getan. Allerdings bewahrheitete sich die Befürchtung, dass nicht nur Klasse, sondern auch viel Masse geholt wurde. Dennoch steckt in der Mannschaft einiges an Potenzial, denn Stockerau war das einzige Team das Sollenau im Jahr 2007 bezwingen konnte, auch der Zweite Amstetten wurde - und das sogar auswärts - geschlagen. Doch diese Spiele waren nur Ausreißer nach oben, in den wirklich wichtigen Begegnungen gegen die direkten Konkurrenten aus dem Tabellenkeller gab es in 5 Spielen nur 5 Punkte. Ganz schlimm wurde es am Saisonende, als man 7 Spiele in Folge sieglos blieb und eine Serie von 5 Niederlagen ohne ein Tor zu erzielen hinlegte. Kein Wunder also, dass nach der 13.Runde das Trainerduo Supper/Frithum abgelöst wurde. Wobei diese nicht nur über die sportliche Situation stolperten, sondern letztlich wegen eines Konflikts um die Suspendierung des Spielers Haselmayr gehen mussten. Mit Christian Keglevits hat nun ein bekannter Mann die schwierige Aufgabe übernommen, den Traditionsverein aus der Krise zu führen. Man kann davon ausgehen, dass er das Gesicht der Mannschaft personell verändern wird und sich auch das Auftreten des Teams verbessern wird - das Minimalziel Klassenerhalt sollte damit geschafft werden können.  

16.  

Ein schlimmer Herbst für Ardagger. Das Übel nahm schon im Sommer seinen Anfang, als man die Anmeldung von Buchinger versemmelte und dieser daher nicht spielberechtigt war - eine weitere Schwächung im ohnehin sehr schütter belegten Offensivbereich. Viel schwerwiegender aber die Abgänge der Routiniers Bader und Marosi, damit war die starke zentrale Achse Bader - Maischberger - Marosi endgültig Geschichte. Vor allem Jan Marosi konnte nicht ersetzt werden, nicht als Herz der Mannschaft, nicht als König der liegenden Bälle und nicht als Scharfschütze. Zwar spielte Krivanek eine starke Saison, war aber oft allein auf weiter Flur und ohne passende Anspielstation. Dabei war der Auftakt mit 4 Punkten aus 2 Spielen noch vielversprechend, wobei man in Sollenau ein beachtliches 1:1 erreichte. Doch der 2:0 Heimsieg gegen Stockerau sollte lange Zeit der einzige volle Erfolg bleiben, erst in der Schlußrunde gab es mit dem Sieg in Mistelbach ein weiteres Lebenszeichen. Somit überwintert man mit nur 10 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz und hat laut Statistik wenig Chancen auf den Klassenerhalt - in den letzten 5 Saisonen stieg der letzte des Herbstes viermal ab, nur Schrems blieb nach Trainerwechsel und Kraftakt in der Saison 2005/06 in der Liga. Man kann gespannt sein, ob es auch in Ardagger einen neuen Trainer geben wird, Wolfgang Maischberger hat beim Vorstand nicht zuletzt aufgrund seiner langjährigen Verdienste für den Verein hohe Sympathiewerte und genießt großes Vertrauen, beim Publikum ist dagegen viel von seinem Kredit verspielt. Auf dem Spielersektor will man sich gezielt verstärken, große Sprünge werden allerdings eher nicht möglich sein und somit scheint es heuer für die "Unabsteigbaren" wirklich eng zu werden.
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